Agrypnie – F51.4 (2006) // Review

agrypnie - f51.4

Soooo, mein erstes Review:) (erwartet nichtzu viel, ich studiere nicht Musik, ihr werdet hier also keine detailgenaue Analyse jedes einzelnen Tons finden -Anm. d. A.) Es geht wie bereits am Titel vage zu erahnen um das Album „F51.4“ der deutschen Post/Avantgarde Black Metal Band AGRYPNIE (lat. „Schlafstörung -Anm. d. A.) aus dem Jahr 2006. Es beinhaltet (nur? – Anm. d. A.)) 7 Lieder + 1 Intro und 1 Outro.

Macht insgesamt 9 Stücke, die eine durchschnittliche Laufzeit von ca. 5 Minuten aufweisen und die Themen Depression, Schlaflosigkeit und Vereinsamung (also das Gefühl, wenn man allein ist – Anm. d. A) behandeln. Das Intro bietet einen zunächst ruhigen, später deutlich härteren Einstieg in das atmosphärisch sehr kühl gehaltene Album (unter anderem durch die Benutzung eines, unaufgeschlossene Freunde harter Musik sollten spätestens jetzt aufhören zu lesen, Drumcomputers – Anm. d. A.), was die Themen des Albums und die Songtexte noch weiter unterstützt. Es ist zudem ein sehr abwechslungsreiches Album, mit sowohl ruhigen als auch (überwiegend – Anm. d. A.) harten Passagen (sonst wär’s ja kein Metal;) – Anm. d. A.). Die, für Black Metal untypisch, verständliche Stimme passt sehr gut in das Gesamtkonzept (und erleichtert das Mitsingen – Anm. d. A.) und sorgt teilweise für Gänsehautmomente (zumindest bei mir – Anm. d. A.). Die Texte spiegeln verschiedene Aspekte von Depression, Schlaflosigkeit und/oder Vereinsamung wieder und sind jeder für sich aufgestellt. So wird im zweiten Lied (also das erste nach dem Intro – Anm. d. A.) „Und führet mich nicht in Versuchung“ die Textzeile „‚Dort im Feld‘ sagen die Nachbarn ’stand er still und…'“ 4 mal wiederholt. 2 mal in der ersten und 2 mal in der letzten Strophe. Sie umranden die Worte der „inneren Dämonen“ und des „eigenen Ichs“. Dementgegen steht „Cogito ergo sum“ (lat. „Ich denke, also bin ich“ – Anm. d. Autors), das fast ausschließlich aus rhetorischen Fragen besteht. Wie man bereits an diesen beiden  Liedern sehen kann, sind die Titel der einzelnen Stücke mit Bedacht und Tiefsinn gewählt worden. Nach diesen 7 texthaltigen Liedern startet das Outro, welches (wie bereits das Intro – Anm. d. A.) ruhig beginnt. Nach kurzer Zeit setzt der Drumcomputer ein und wenig später gesellen sich ruhige Gitarrenlinien dazu, was zu einem runden und ruhigen (ich brauch dringend ein anderes Wort für ruhig… – Anm. d. A.) Ausklang des Albums führt.

      Tracklist:

  1. Intro
  2. Und führet mich nicht in Versuchung
  3. Auf den nackten Korridoren
  4. Cogito ergo sum
  5. Kerkerseelenwanderung
  6. Spiegel?
  7. Masken
  8. Glas
  9. Outro


Fazit: Das Debütalbum von AGRYPNIE ist ein sehr gut gelungenes Avantgarde Black Metal Album, das mich sowohl thematisch als auch musikalisch sehr überzeugt hat. Auch die Tiefsinnigkeit mit der jedes kleinste Detail durchdacht wurde (Bandname, Albumtitel (F51.4 steht im medizinischen für Nachtangst, nächtlicher Angstanfall), Texte – Anm. d. A.) und fesselt mich heute noch, wenn ich es höre. Dieses Album ist absolut empfehlenswert (sofern man auf düstere Atmosphäre steht – Anm. d. A.).

Persönliche Favoriten:

Auf den nackten Korridoren, Spiegel?, Masken

10/10

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