Immorior – Herbstmär

Immorior - Herbstmär

Mit „Herbstmär“ veröffentlichten die Melodic Post Black Metaller Immorior, passend zum Titel, im Oktober 2014 ihr Debütalbum. Das Album klingt nach guter Produktion und besitzt demzufolge einen sehr guten Sound. Los geht’s mit dem obligatorischen Intro („Somnio Vivere“ – laut Internetübersetzer in etwa „Traum am Leben“), das aus ruhigen Klaviertönen besteht, die gegen Ende durch Streicher ergänzt werden.Trotz des abrupten Wechsels zu härteren Tönen, wenn „Illusionist“ beginnt, empfinde ich den Übergang als recht flüssig. „Illusionist“ bildet dann das erste von 7 epischen Stücken und gehört mit seinen fast 9 Minuten noch zu den mittellangen Songs. Aufgebaut auf einem Keyboardgerüst, dazu die unterschiedlichen Gesangstechniken (von Fauchen bis zum Cleangesang), sowie ein Akkustikpart im Mittelteil lassen den Song zu einem soliden Opener werden, der irgendwo an der Grenze zwischen Pagan und Melodic Black Metal sein Unwesen treibt. Im anschließenden „… und Zeit stand still“ dominieren dann die ruhigeren Töne und der Text wird größtenteils mehr vorgetragen denn gesungen. Ganz selten wechselt man zu gutturalem Gesang. „Sie…“ ist vom Tempo sehr langsam gehalten, dafür ist es mit über 11 Minuten auch der längste Song des Albums, bevor mit „Rastlos“ ein Instrumental zum Besten gegeben wird, welches sich durch die Wechsel zwischen Akkustik- und Metalparts auszeichnet. Diese gibt es zwar in allen Songs, treten hier allerdings in erhöhtem Maße auf. Das anschließende „Rastlos“ beginnt sehr ruhig und mit chorischem Gesang, bevor auch er sich dem langsamen Melodic Black Metal der Band zuwendet und nach 7,5 Minuten dem Titelstück Platz macht, welches wieder ruhig startet und sich dann zu einem epischen Monster entwickelt. Und auch „Erwachen“ weicht vom Ursound der band nicht ab, wird allerdings durch schön kitschige Streicher erweitert und bildet den metallischen Schlusspunkt vor dem, wie bereits das Intro, obligatorischen Outro („Vero Mori“ – laut Übersetzer soviel wie „wirklich gestorben“ oder so…keine Ahnung). Immorior schaffen es auf „Herbstmär“ spielerisch zwischen einer wohligen (Akkustik-Parts) und einer düster-bedrohlichen (Black Metal-Parts) Atmosphäre zu wechseln und dadurch Kontraste und Gegensätze bewusst zu vermischen. Es ist zwar kein perfektes Album, aber für ein Debüt: Stark!

Anspieltipps:

Herbstmär

Links:

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