Syndrom Einsamkeit/Hellvete – Passing The Flame Of Death

Syndrom Einsamkeit - Hellvete - Passing The Flame of Death

Passing The Flame Of Death“ (2015) ist das Split-Album der beiden Raw DSBM-Formationen Syndrom Einsamkeit (im Folgenden „SE“) aus Sachsen und Hellvete (im Folgenden „H“) aus Indonesien, die sich hier brav abwechseln. Zu hören gibt es 9 Songs, davon 5 von SE und 4 von H. Der Sound ist wie gesagt recht roh und ungeschliffen. Den Beginn machen SE, mit dem „Intro (Angst)„, das nichts mit Metal zu tun hat und gegen Ende durch weinerliche Geräusche des „Sängers“ eine depressive Ausrichtung der Veröffentlichung erahnen lässt, bevor durch Hs „Within The Shadow Of The Past“ der DSBM-Reigen beginnt. Mit einfachen und langsamen Melodien und leisen Vocals werden die negativen Gefühle im Hörer bedient. Gitarren- und Schlagzeugarbeit ist auch recht gut, die Soundqualität der Vocals etwas angehoben und schon läuft die Sache. SE rumpeln sich dann mit sehr verzerrten Gitarren und Vocals durch „Seelenlos„. Schon nach den ersten Tönen des Songs steht fest: Die Jungs haben sich das Chaoselement auf die Fahne geschrieben und erschaffen dadurch eine sehr verstörende Atmosphäre. Im Anschluss bringen H mit „Black Spell Of Death“ wieder mehr Struktur und Ordnung einbringen und ihren DSBM zum Besten geben, der sich meist in längere Songs mit über 6 Minuten Spielzeit gepackt wird. „Mein Todestag“ von SE ist im Anschluss musikalisch nicht ganz so chaotisch, wie ich es von der Band gewohnt bin, bleibt aber durch die chaotischen Vocals, die stellenweise mit Hall versehen wurden, weit abseits vieler Konventionen. Mit „When Autumn Ends“ bewegen sich H weiterhin in ihrer Version des DSBM, das heißt, langsame, recht ruhige Melodien und leise Vocals, werden aber in der zweiten Hälfte minimal schneller. „Colden Frozen Nights“ von SE begrüßt einen mit fiesem Gitarrensound, die sich in den Gehörgang bohren, bevor der Song kurz sehr ruhig wird, bevor er mit ganzer Kraft das Chaos auf den Hörer einbrechen lässt. Mit „Mental Disorder.. Suicide (Rehearsal)“ folgt der letzte Song von H, der sich durch seine leicht chaotischen Vocals von den übrigen Songs der Band unterscheidet und auch einen etwas anderern Sound vorweist. Im Anschluss kommt nur noch das „Outro (Lasst mich gehen)“ von SE. Bleibt zu sagen: Sowohl Hellvete als auch Syndrom Einsamkeit schaffen es, wenn auch auf unterschiedlichem Weg, eine depressiv-dystopische Atmosphäre zu erzeugen, Hellvete durch ruhigere Tracks, Syndrom Einsamkeit durch die Macht der Unordnung, auch wenn mir ihre vorherige Veröffentlichung („.“ beinhaltet die SE-Demos von 2014/15) besser gefallen hat.

Anspieltipps:

Hellvete – When Autumn Ends

Syndrom Einsamkeit – Mein Todestag

Links:

Syndrom Einsamkeit:    Facebook

Hellvete:    Facebook    ReverbNation    Metal-Archives

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