Blodsrit – Diktat Deliberi

Blodsrit - Diktat Deliberi

Die schwedischen Schwarzheimer Blodsrit brachten mit „Diktat Deliberi“ 2013 ihr bereits 7. Werk in der mittlerweile fast 20-jährigen Bandgeschichte auf den Markt und vermischen melodischen Schweden-Black Metal mit einer Vielzahl anderer Genre und Einflüsse.

Am Sound gibt es nichts auszusetzen, es klingt sehr gut und auch die einzelnen Instrumente lassen sich leicht heraushören. Positiv zu vermerken: kein Intro, es geht gleich richtig los und zwar mit „Livsbesmittad„, einer recht schnellen Black Metal-Nummer mit leichten Death-Anleihen, die sich auch im weiteren Verlauf des Albums des öfteren finden lassen. Stellenweise ruhig, aber immer mit genügend Druck bietet der Song einen düsteren Einstieg. Das nachfolgende „Skapelseförfall“ dagegen kommt dagegen aggressiver daher, lässt aber immer einen melodischen Ansatz durchschimmern. „Blod och aska“ ist dann ein echter Streitpunkt. Klingt wie Melodic Death im Black Metal-Gewand und der Klargesang…gefällt nicht vielen. Mich erinnert er an klassischen Heavy Metal oder Hard Rock und bringt Abwechslung in die Musik. Auch ist der Song in sich durch Tempowechsel und die Nutzung einer Akustikgitarre abwechslungsreich und keineswegs eintönig gestaltet. Eintönig ist „Vit skit“ ebenfalls nicht, dafür recht eingängig durch sein dem Pagan oder Folk Metal entliehenes Gitarrenspiel und den teilweise zweistimmigen Vocals, die zwischen tiefen Growls und hohen Screams wechseln. Dazu gesellt sich im Mittelteil ein kurzes Gitarrensolo, das so gar nicht nach Black Metal klingen will. Wieder eine Heavy Metal/Hard Rock-Anleihe? Yes! „Ulvens tid“ geht danach wieder in Richtung „Skapelseförall„, melodischer Black Metal schwedischer Prägung. Dazu gesellen sich wieder die (un-?)geliebten clean Vocals, bevor „Evangeli“ in die atmosphärische Langsamkeit abdriftet. Düster, schwer und mit eingängigen Riffs, setzt sich der Song ins Ohr. Mit „I evigheten“ nähern wir uns auch schon fast dem Ende des Albums. Melodisch-eingängiges Riffing bildet das Fundament, das durch den Song führt, der atmosphärisch seinem Vorgänger ähnelt, aber „freundlicher“ wirkt. Den Schluss bildet das mehr dem Death Metal zugehörige „Ritual„.

Blodsrit schafften es mit „Diktat Deliberi“ ein sehr abwechslungsreiches und viele Stile verbindendes Black Metal-Album aufzunehmen, das Fans der schwedischen Spielweise sicher zusagen sollte, durch seine Vielfalt aber auch öfters überrascht.

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