Skady – When Sun Disappeared

Skady - When Sun Disappeared

Mit „When Sun Disappeared“ (2014) stellt die deutsche Black Metal-Formation Skady nicht nur ihr bereits drittes Album in der fast 10-jährigen Bandgeschichte, sondern läuten auch gleich ein neues Kapitel in selbiger ein (neuer Sänger). Da dieses Album der erste Teil einer Space-Trilogie werden soll, klingt es dementsprechend leicht nach den Weiten des Weltalls und logischerweise sind auch die teils deutschen, teils englischen und teils dänischen Texte daran orientiert. Der Sound ist über die komplette Länge des Albums hinweg gut bis sehr gut, instrumentell gibts nichts zu meckern, leider stört die doch sehr stark gurgelnde Stimme etwas (aber nur etwas). Los gehts ohne Intro direkt mir „Cosmicam Navitas„, das mit Energie und netten Gitarrensoli aufwartet. Auch spielt die Band recht gekonnt mit der Geschwindigkeit und nimmt diese ab der Hälfte etwas raus. Mit „Omega“ folgt im Anschluss der Song, der live für Stimmung sorgen wird. Akustikgitaren-Intro mit einsetzendem Schlagzeug lassen den Song ruhig einklingen, bevor es ach einer knappen Minute durch düsteren Midtempo-Black Metal abgelöst wird. Dazu gesellt sich noch ein mitgröhlbarer Refrain und der „Hit“ ist im Kasten. Deim nachfolgende „Kosmonarchie“ (hier erstmal Glückwunsch für die gelungene Wortfusion) fällt mir dann auch endlich auf, woran mich die Band erinnert. Das Stück klingt (dank der Stimme von Sänger Sorg) und der eingesetzten Blastbeats stark nach Schattenheer (gibts von mir auch ein Review zu). Dazu passt auch, dass die Band in diesem Stück stark auf eine dunkle Atmosphäre setzt, die sie mit langsamen aber drückenden Klängen kreiert. Das nächste Lied macht seinem Namen wirklich keine Ehre. So düster wie erwartet ist „Licht erlischt“ gar nicht. Es startet wie „Omega„, liefert danach langsamen aber Blastbeat-lastigen Schwarzmetall, unterbrochen durch ruhige Instrumentalparts. Danach entfernen wir uns vom westgermanischen Sprachraum und wenden uns kurz dem nordgermanischen zu. Genauer gesagt: Der Song ist weder auf Deutsch noch Englisch. Norwegisch ist hier die Sprache der Wahl, womit dieser Song auf dem Album allerdings recht allein dasteht. Es geht nebenbei um „Solvinden Blåser„. Doch nicht nur das und die Tatsache, dass es mit fast 2 Minuten Abstand der kürzeste Song ist, machen den Song einzigartig, sondern auch seine musikalische Umsetzung. Wir entfernen uns etwas vom Black Metal und wenden uns von Menhir bekannte „Singsang“/Vortragsweise zu. Mit klarer Stimme und leichtem Hall wird der Songtext vorgetragen. Gut…Im Hintergrund spielt größtenteils Black Metal und ein  Scream ist auch auszumachen, aber es bringt doch Abwechslung in das Album. Denn „Esoterik des Abgrunds“ liefert danach wieder „Black Metal“ mit starkem Blastbeat-gebrauch, der in den blastbeatlosen Parts allerdings einen Hauch Epik mitbringt. Zu „Supernova“ driftet die Band ab und erinnert entfernt an den „War“ Black Metal von Naurrakar. Aggressiv, aber gleichzeitig (oft) feierbar. Das letzte Stück mit Gesang hört auf den Namen „Prinzip des Geistes“ und wechselt zwischen düster-atmosphärisch und agressiv, bevor das abschließende „Sieben“ zeigt, dass auf instrumentaler Ebene alles stimmt und man mit seiner Vermutung richtig lag. Hauptstörfaktor ist der Gesang, der den Gesamteindruck leider etwas beeinträchtigt. Ein gutes Album ist es trotzdem!

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