Brünndl – Brünndl (2016)

Brünndl

Brünndl haben in der Zeit seit ihrer Gründung in 2010 2 selbstbetitelte Werke rausgebracht, die beide besonders durch ein Merkmal einzigartig werden: Die Songtexte sind teilweise auf Italienisch und teilweise auf zimbrisch, einem bayrischen Dialekt, der nur noch in einer abegelegenen Bergregion in Norditalien gesprochen wird. Soweit so skurril, aber die Band, besonders das Zweitwerk überzeugt auch ohne Exotenbonus.

Mit seinen 6 Stücken kommt das Album auf satte 46 Minuten, wobei „Marckwisenkhalt“ mit 12 Minuten mit etwas Abstand den längsten Song darstellt. Markenzeichen des Brünndl’schen Sounds ist (neben den Texten versteht sich) das Wechselspiel von oft klassischem Black Metal mit sehr folkigen Passagen, auch gerne mal mit Riffs und Gesang aus dem Pagan Metal, mit dem die Italiener ihrer Ahnen ehren ohne in Schunkel-Party-Sphären abzudriften. Mit „Sonne e Verena“ findet sich sogar ein grimmig-düster stampfender Song auf der Scheibe, der genannte Einflüsse getrost ignoriert, sondern ignorant nach vorn drischt. Naja, nicht ganz. Ganz weit im Hintergrund lassen sich auch hier filigrane Melodien erahnen. Beim abschließenden „Il portale del Tramonto

Alles in allem liefern die Exoten Brünndl ein sehr gutes, melodiegeladenes Album ab, dass durch die Lyrics aufhorchen lässt, aber definitiv nicht auf selbige reduziert werden darf. Auch muss man ihnen zugute halten, auf diese Art einer fast vergessenen Sprache etwas Aufmerksamkeit zukommen zu lassen 😉

Links:

Bandcamp    Metal-Archives

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