Pieter Daarth Project – The Shadow Within

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Es gibt Alben und Bands, da weiß man vom ersten Ton, was einen auf dem Rest des Albums erwartet und es gibt Alben und Bands, die kann man selbst nach mehrmaligem Hören einfach in keine Schublade stecken, geschweigedenn, was man von ihr als nächstes erwarten darf. Genau in letztgenannte Kategorie fällt das Projekt des Österreichers Pieter Daarth, die mit ihrem wohlgemerkt ersten Demo, mal eben meinen musikalischen Horizont um die Größe Kärntens erweitern.

Das nach dem Mastermind dahinter benannte Pieter Daarth Project ließ 2015 eine Demo-CD auf die hungrige Masse los, das in Sachen Eigenständigkeit und Experimentierfreude seinesgleichen sucht, doch so schnell nicht finden dürfte. Noch erkennbar basiert das Werk auf Modern Metal, formte daraus allerdings ein experimentelles, extrem progressives, dennoch grooviges Monster, das mehr Einflüsse zulässt als Tütensuppen Geschmacksverstärker. Von Industrial bis Saxofon lässt die Band nichts aus und auch was Zitate angeht, steht die Band mit unter anderem E.A. Poe, Bladerunner und Identity sehr breit aufgestellt. Gesanglich deckt die Kombo alles ab was man zwischen Death und Nu Metal findet, dabei stechen besonders die, im Gegensatz zu den restlichen Texten, auf Deutsch gehaltenen Sprechpassagen, in denen besagte Zitate besonders gut zur Geltung kommen. Unkonventionell geht das Album auch zu Ende und liefert als Ausklang ein in ihrer ganz eigenen Art kreiertes Cover des Falco-Klassikers „Out of the Dark„, bevor im versteckten „Song“ noch das Cover in Töne umgewandelt wurde. Bleibt am Ende der Sound und der hat es in sich, denn was die Österreicher hier als Demo verkaufen wollen liegt rein soundtechnisch bereits über dem was andere, größere Kombos als fertiges Album auf den Markt werfen.

Bei Alben, die in Eigenregie entstehen, kann es durchaus passieren, dass das ein oder andere nicht ganz passt und sich hier und da der Fehlerteufel einschleicht, so auch hier. Denn, wenn das gezeigte wirklich nur ein Demo gewesen sein soll, dann muss das Debütalbum die Genregrenzen weiter sprengen als alles mir bis dato bekannte und dabei mit einer ungeahnten Qualität daherkommen, denn ansonsten kann man über „The Shadow Within“ nichts schlechtes sagen.

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