Forefather – The Fighting Man

Forefather - The Fighting Man.jpg

Ihr steht auf Wikinger, Viking/Black Metal und abwechslungsreiches Songwriting? Dann hätte ich da einen heißen Tipp für euch, denn Forefather’s 2. Album „The Fighting Man“ wurdevor kurzem wiederveröffentlicht. Ihr kennt Forefather nicht? Das ist eine englische Band, die seit immerhin 1997 auf der Insel wütet und 2015 ihr bereits 8. Album herausbrachte. Womit wir wieder beim 2000 erstmals veröffentlichten Zweitwerk „The Fighting Man“ wären.

Die Band basiert zwar auf Viking und (auch wenn sie es nicht gern hört) Black Metal, vermengt dies aber mit einer Unzahl an verschiedenen Stilen zu einem explosiven Gemisch, dass deutlich mehr Abwechslung bietet als das Genmaterial mittelalterlicher Adelshäuser. Bereits das Riffing ist trotz der rauen Gitarren ziemlich facettenreich und zusammen mit den Drums der Pfeiler auf dem alles aufbaut. Mal rasend, dann wieder ruhig, melodisch oder an englischen Atmospheric Black Metal angelehnt, treiben sie die Songs voran, dass da gelegentlich Pagan Metal durchschimmert ist nett, dass dazu noch eine Prise Heavy und Thrash Metal reinfindet ist genial, dazu die genau in der Mitte des Albums liegende Symbiose aus mittelalterlichem Dungeon Synth und Metal (genannt „The Call to Arms„), das von der Melodie und Stimmung in abgewandelter Form sicher auch auf einem Feuerschwanz-Album eine gute Figur machen würde, lässt mich endgültig im Forefather-Kosmos untergehen und das kurz vor Ende noch eingestreute Irish Folk Intermezzo „When Our England Died„, das mit seinen ab der Hälfte einsetzenden E-Gitarren wie eine Viking Metal-Version von Fiddler’s Green in sehr langsam erinnern, lässt das bereits erobert Herz erneut höher schlagen. Der Band gelingt es allein Instrumentell bereits sehr gut, Inselfeeling und britische Landschaften in die Köpfe zu zaubern. Doch das war nur der Tortenboden, der beste Teil des Kuchens fehlt ja noch. Die Vocals und hier lassen die beiden Engländer wirklich nichts aus, von keifenden Screams über Pagan Metal-typischen hymnischen, mit Hall versehenen Klargesang bis zu Power und Heavy Metal Vocals gibt es das volle Spektrum auf die Ohren, dabei immer episch , immer genial und genau das was der Song gerade braucht. Dabei schaffen es Forefather trotzdem irgendwie, dass die Songs nicht überladen wird, da jeder Song die EInflüsse anders verteilt, so dass manche mal mehr und mal wenige in den Vordergrund rücken oder kuzzeitig ganz verschwinden, nur um im nächsten Moment mit voller Wucht zurückzuschlagen.

Ich könnte sicher ewig weiterschreiben, so viel kann man über den einzigartigen Sound der Engländer (da wären noch Dudelsäcke und….hachja…) sagen, aber hörts euch lieber selbst an, für mich sind die 2 Beiden die ungekrönten Könige des Viking Metal und die bandeigene Beschreibung „Anglo-Saxon Metal“ passt wie die Faust auf das berühmte Auge.

Links:

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Eine Antwort zu “Forefather – The Fighting Man

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