Selvans – Lupercalia

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Selvans kommen aus einem Land, das nicht unbedingt für seinen Black Metal bekannt ist, Italien. Noch dazu wurde die Band erst 2014 gegründet und „Lupercilia“ bildet gerade das Debüt-Album, das die Musiker auf die Beine gestellt haben nachdem sie das halbgare Pagan/Folk Black Metal-Projekt Draugr zu Grabe getragen haben. Das alles weckt nicht gerade Euphorie oder große Erwartungen.

Wenn man dann allerdings mal reinhört und feststellt, dass die Flöten der einzige Überrest von Draugr im Selvans-Sound sind und es alles andere als nach einem zusammengeflickten Debüt wirkt, auf dem man noch zu viel experimentiert um seinen Sound zu finden und ähnliches, dann werden die anfänglichen Erwartungen nicht nur erfüllt sondern weit übertroffen. Bereits beim Intro zeigt sich, dass es den Jungs um das Kreieren einer mystischen, verträumten, dennoch düsteren und bedrückenden Atmosphäre eines naturbelassenen Stücks Wald geht. Langsam baut sich der Song auf und geht dann in den ersten der 5 „echten“ Songs über, die mit einer Ausnahme die 10-Minuten-Marke mal mehr mal weniger weit hinter sich lassen. Also nichts für zwischendurch. Schneller und roher Atmospheric Black Metal trifft auf keifende Screams, die immer wieder Folk Metal-Melodien zulassen. Dazu gesellen sich Keyboards und andere, eher exotische Instrumente wie genannte (Pan-)Flöten, Sistrum oder Akkordeon, die dem ganzen einen sehr indigenen Touch verleihen und den tropischen Regenwald mit dem Mittelmeer verbinden. Mayas feat. Römer, quasi. Es klingt anders, es klingt interessant, es ist großartig. Dabei immer in einem Härtegrad, der das Album und die Songs vorantreibt, damit es trotz der 60 Minuten Spielzeit nicht zu lang vorkommt oder sich in unnötigen Spielereien zu verlieren. Das hat es auch gar nicht nötig.

Selvans zeigen auf ihrem Debüt „Lupercilia“ mit welch einfachen Mitteln man frischen Wind in ein Genre bringt, das in meinen Augen zu sehr mit Langeweile liebäugelt als dem Namen gerecht zu werden und fesselnde Atmosphären zu erschaffen.

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