Kres – Na krawędziach nocy

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Dass osteuropäischer Black Metal in letzter Zeit boomt ist bei weitem kein Geheimnis, werden doch Bands wie Mgła von der Fachpresse gefeiert und auch mir haben sich einige Bands aus dieser Region nachhaltig im Gehörgang festgesetzt. Darunter finden sich Bands wie Sekhmet und Stíny Plamenů, beide aus Tschechien, oder aber auch Kres, die wie auch Mgła in Polen beheimatet sind und nach ihrer Gründung 2014 mit „Na krawędziach nocy“ ein Jahr später das erste Album rausbrachten.

Na krawędziach nocy“ beinhaltet 7 Songs, die komplett in polnischer Sprache gehalten wurden und auf knapp 40 Minuten Spielzeit kommen. Soundmäßig ist der Band schonmal kein Fehler unterlaufen, die Instrumente sind gut aufeinander abgestimmt und die Vocals sind laut genug um sie deutlich zu verstehen (wenn man denn dem Polnischen mächtig ist). Doch zum Glück gibt es das Metal Archive, denn so kann man ja nachschlagen: Die Band singt über „Spiritual Struggles“. Klingt stark nach DSBM, aber so einfach machen es mir die 4 Jungs nicht, die zum Teil noch bei u.A. Stworz aktiv sind, nicht. Denn statt auf Altbewährtes, setzen Kres auf eine sehr spannende Mischung aus Atmospheric Black Metal und Depressive Rock, die sich überwiegend im Midtempo-Bereich ansiedelt. Durch doomige Riffs, die von melodischen Gitarrenlinien begleitet werden, erzeugt die Band eine gleichsam kraftvolle bedrohliche, wie auch eine mystische zum Träumen einladende Atmosphäre. Dazu gesellen sich immer wieder eingestreute Depressive Rock-Einlagen, die das Gesamtbild deutlich auffrischen und sich super in den Rest eingliedern. Blast Beats gibts auch, aber eher sporadisch, was sicher nicht verkehrt ist. Auch gesanglich gehen die Jungs eigene Wege, denn statt auf klassischen Black Metal-Gesang, werden die Texte überwiegend in leicht angerautem Klargesang vorgetragen, der von ruhigen, fast erzählerischen Momenten spielend in melodisches Wehklagen driftet, ohne dabei weinerlich oder verweichlicht zu klingen. Es passt einfach zum Sound. Sollten sich doch härtere Vocals einschleichen, dann erinnern diese leicht an Behemoths Nergal., was jetzt nicht die Schlechteste Wahl ist, mit der man als polnische Band verglichen werden kann.

Kres gelingt es bereits auf ihrem Debüt-Album sich sowohl mit eigenständigem Sound und Können an den Instrumenten als auch durch das gelungene Erschaffen einer düsteren und wehklagenden/depressiven Atmosphäre und sollten dringendst im Auge behalten werden.

Links:

Bandcamp    Facebook    Metal-Archives

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