Shards of a Lost World – Geisternebel (Pre-production)

Shards of a lost world - Geisternebel

Mit Shards of a Lost World meldete sich 2011 ein weiteres Ein-Mann-Projekt zu Wort, löste sich aber schnell wieder in Rauch auf, nur um 2015 wiederzukehren und nun, 2016 mit „Geisternebel“ das 4. kleinere Release auf die Welt loszulassen. Dabei ließ er sich von dem Projekt Waldseel nicht nur inspirieren sondern auch in einem Song gesanglich unterstützen. Noch dazu ist es auch für mich eine Premiere: Zum ersten Mal wurde mir eine Pre-production Version eines Albums zugeschickt. An dieser Stelle vielen Dank dafür 😉

Roher Black Metal mit hypnotisierendem Riffing und melodischem Keifen treffen hier auf kurze Ambient-Stücke (namentlich „Séance I„, II und III) sowie ein „Outro„. Trotz der (noch) recht rauen Produktion entfalten die Songs ein fesselnde hypnotisierende Wirkung ohne groß Abwechslung zu benötigen. Dabei werden die einzelnen Fragmente so lange wiederholt bis es etwas langweilig wird, was schade ist, da hätte man mehr draus machen können. Gesanglich bietet das Projekt allerdings eine gute Mischung aus melodischem Keifen und rauem Flüstern, das gut zur Musik und der Stimmung der einzelnen Songs passt. Auch ist der Übergang zwischen Black Metal und Ambient recht flüssig und bettet sie schön in die EP mit ein. Dabei nehmen sie das in der Regel mittlere Tempo komplett raus und sorgen für düstere Stimmung. „Die Gestalt“ ist dann als 5. Track der Härteste der EP und wartet mit Waldseel als Gastsänger auf. Raue, kühle Riffs treffen auf tobende Drums und grimmiges Kreischen, immer wieder durch kurze Breaks unterbrochen. Der heimliche „Hit“ des Albums. Danach kommt nur noch Ambient und das naturverliebte, mit Wald- und Wiesengeräuschen veredelte Akustik-Outro, das den 20 Minuten ein schönes Ende setzt.

Shards of a Lost World sind sicher noch nicht auf dem Höhepunkt ihres kreativen Schaffens, driften sie doch des Öfteren in Langeweile ab, können aber auch fesseln, wenn man sich darauf einlässt. Wer auf rauen aber melodischen Black Metal aus deutschen Hausen steht, kann ja mal reinhören.

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