Die Entweihung – At the Bottom

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Woran man Workaholics erkennt? Bei dem werten israelischen Einzelgänger Herr Entweiherr sieht man das relativ schnell, wenn man sich die Anzahl der Alben anschaut, die der werte Herr seit 2007 unter dem Namen Die Entweihung unters Volk bringt. 9 Jahre Black Metal, 8 Alben, 2 Demos und 2 EPs. Ist nicht das fleißigste Bienchen, dass das Genre zu bieten hat, aber nichts desto trotz eine beachtliche Leistung, auch wenn man bedenkt, dass Israel hierzulande weniger für Black Metal bekannt ist, auch wenn das Land ein paar vorzuweisen hat.

At the Bottom“ erschien ursprünglich 2012, seitdem erschienen also bereits 3 weitere Alben, nichtsdestotrotz wurde das Album vor kurzem von Wolfmond Production wiederveröffentlicht. Das auffälligste Merkmal des Albums sind sicher die Keayboards, die sich wohl zwischen Phantom der Oper und einer Ufo-Landung in einem alten Film bewegen und so dem Album sowohl etwas übersinnliches als auch düsteres Feeling mit auf den Weg geben. Dazu gesellt sich sehr melodischer und düsterer Black Metal, der immer wieder mit einigen lichten Riffs gespickt wird. Dazu gibt der relativ rohe Sound einen ordentlichen trveness-Kick und eine diabolische Aura, der sich die grimmigen und echt gut performten Vocals nahtlos anschließen. Auch auf instrumenteller Ebene schleichen sich keine groben Schnitzer ein, der Herr Entweiherr versteht sein Handwerk was sich besonders in dem melodischen Gitarenspuren bemerkbar macht. Die bleiben dennoch geschmackssache, denn für die einen passen sie nicht zur restlichen Atmosphäre, für die anderen fügt es eine erhabenen, leicht melancholischen Aspekt zum Gesamtbild hinzu, das dann z.B. in „Incinerated, Blind & Forgotten“ in einem wundervollen Klavier-Outro mündet. Zum Ende des 50-minütigen Albums werden noch 2 Cover (1x Joy Division, 1x Apraxia) zum Besten gegeben, die sich musikalisch doch sehr vom Rest des Albums abweichen, aber recht ordentlich dargeboten werden.

Die Entweihung und dem Mastermind dahinter gelingt es trotz hoher Outputrate eine ordentliche Qualität abzuliefern, die dazu noch sehr eigenständig klingt und ordentlich dargeboten wird. Der Sound ist roh ohne beschissen zu klingen und die Riffs sind stellenweise einfach nur verdammt episch. Demzufolge kann man sich „At the Bottom“ ruhig mal reinziehen ohne es zu bereuen.

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