Dizziness/Lord Impaler/Hell Poemer – Carved By The Winds Eternal

061_1

Mit „Carved By the Winds Eternal“ liefern Dizziness, Lord Impaler und Hell Poemer gleich die dreifache Ladung griechischer Schwärze vor, die von den jungen Wilden (Dizziness) bis zu alten Hasen der Szene (Lord Impaler) einiges abdeckt.

Den Einstieg liefern die 2008 gegründeten Dizziness, die nach kurzem Dark Ambient-Intro in ihrem „Goddess Of The Moon“ mit selbigem gleich voll durchstarten. Voll durchstarten heißt in dem Fall ordentlich Blast Beats abfeuern, die nur selten durch ruhige Momente unterbrochen werden und gleichzeitig mit dunklen Gitarren einen melodischen Gegenpunkt liefern. Hier und da wird etwas Tempo zugunsten melancholischer Riffs rausgenommen. Der Gesang ist recht leise, das Keifen ist jedoch gut performt und klingt schön räudig und roh, wie der Gesamt-Sound der Band auch. In eine ähnliche Kerbe schlägt auch der zweite und letzte Song der Band, jedoch liefert „Άρπυιες“ mehr flirrende Gitarren und wirkt insgesamt rockiger, aber beide lassen den Geist klassischen griechischen Black Metals aufleben so wie es beispielsweise Aasgard oder Apokathilosis tun. Als nächstes dürfen sich mit Lord Impaler die alten Herren austoben, immerhin ist die Band seit 1998 unterwegs. Diese liefern ihren Version mit klarerem und hellerem Klang dar und lassen sich ihre Erfahrung deutlich anmerken. Die Songs sind schneller als die der Vorgänger und halten lediglich bei Spoken Word-Passagen etwas inne, die durch langgezogene Riffs und langsames Drumming begleitet werden. Während der erste Song („A Fire That Burns„) aus der eigenen Feder stammt, wird mit dem zweiten („Call From The Grave„) Bathory geehrt. Spielerisch absolut gelungen, bleibt bei Lord Impaler leider immer etwas die Atmosphäre auf der Strecke, was die Songs nicht unbedingt schlecht macht, aber man freut sich doch so langsam auf die abschließenden Hell Poemer. Bei selbigen wird es im Anschluss wieder deutlich roher was den Sound angeht und gleichzeitig durch verhallte Vocals, düster sägende Gitarren und vermehrten Keyboard-Einsatz deutlich dunkler. Die Band zeigt im ersten Song in hohem Tempo einen sehr intensiven Song, nimmt beim zweiten allerdings etwas Tempo raus, wird dafür melodischer und erhabener, wobei immer der Hall in der Stimme bleibt, was den einen oder anderen sicher stören könnten, mir aber viel Spaß bereitet. So endet die Split mit der interessantesten Band un macht hungrig auf mehr.

Carved by the Winds Eternal“ zeigt verschiedene Facetten der griechischen Black Metal-Szene und lässt je 2 Songs von 3 Vertretern antreten, die alle auf ihre Weise gut sind und absolut anhörbar daherkommen, auch wenn mir Hell Poemer und Dizziness mehr zusagten als Lord Impaler. Nichts desto trotz ist die CD wohl genau das Richtige für Fans der griechischen Spielart.

Links:

Dizziness: Bandcamp    Facebook    Homepage    Metal-Archives    Myspace   ReverbNation    SoundCloud

Lord Impaler: Bandcamp    Facebook    Homepage    Metal-Archives    Myspace

Hell Poemer: Facebook    Metal-Archives    Myspace

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s