Sunterra – Reborn

cover

Vor 12 Jahren erschien mit „Graceful Tunes“ das letzte Album der bereits 1994 gegründeten Gothic Metaller Sunterra. Danach herrschte Ruhe, die österreichische Band lag 9 Jahre lang auf Eis. Dann, 2015, wurde sie reaktiviert mit neuem Line-Up und musikalischem Kurswechsel hin zu deutlich experimentelleren Klängen. Das zeigt die Band nun auf ihrer passenderweise „Reborn“ betitelten EP.

Vergleicht man „Graceful Tunes“ mit „Reborn„, dann erkennt man kaum Gemeinsamkeiten. Lediglich die Vocals erinnern an einstige Taten. Noch immer dominieren kraftvolle Growls, die Hand in Hand mit weiblichem Klargesang gehen und sich hier und da zu harschen Screams verzerren. Hier und da werden auf Reborn noch interessante Spoken Word-Passagen und andere Spielchen in den experimentellen Sound irgendwo zwischen Progressive Metal und Hardstyle/Dubstep gestreut. Vertrackte Riffs und wechselhafte Songstrukturen spielen mit Groove-Anleihen und hier und da wird etwas Death Metal eingestreut und damit gelegentlich an Pieter Daarth Project oder Resurrecturis erinnern oder komplett eigene Wege gehen. Garniert wird das Ganze mit ordentlich Electro, dass mal in Hip Hop Beats, dann wieder in herbe Industrial-Gefilde stößt, nur um im nächsten Song eine fette Hardstyle-Breitseite abzuliefern, es jedoch erstaunlicher Weise schafft, die Fülle an Abwechslung mit Metal abzuschmecken und das Ganze gut klingen zu lassen. Zugegeben, in die EP muss man sich etwas reinarbeiten, vor allem, wenn man solche Experimente nicht gewohnt ist, danach erwischt man sich jedoch recht schnell dabei die Beats zu feiern und die Refrains mitzusingen.“This is W.A.R.“ und „Shut Up!!!“ sind dafür die besten Beispiele. Die zwei Songs stechen aus den anderen Songs heraus, ersterer durch Hardstyle-Einschübe und harschen Death Metal und „Shut Up!!!“ verzaubert durch seinen Wechsel aus ruhigen Stellen, die nur aus Drums, Spoken Word und einzelnen Klavieranschlägen bestehen, und dem sehr groovenden Refrain mit Industrial-Backgound. Aber: nur weil die beiden aus dem Rest der EP herausstechen, heißt das nicht, dass der Rest sich nicht auch hören lassen kann.

Reborn“ bleibt von Anfang bis Ende spannend und gleichzeitig erfrischend anders. Vom ruhigen „Shadows in the Dark„, das sogar mit einem Piano-Abschnitt aufwartet, bis zum erwähnten „This is W.A.R.“ lassen Sunterra keine Frage offen und beweisen eindrucksvoll, dass sie wieder da sind. Willkommen zurück!

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