SevenSins – Due Diaboli et Apocalypse

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SevenSins gründeten sich 2008 im kasachischen Öskemen und konzentrierten sich zunächst auf sehr technischen Deathcore. Wie man dann auf die Idee kam, seinen Sound mehr in Richtung Dimmu Borgir Symphonic Black zu verlagern, kann ich zwar nicht nachvollziehen, aber das Ergebnisüberzeugt und darauf kommt es ja an.

Das erste Album im neuen Soundgewand hört auf den Titel „Due Diaboli et Apocalypse“ und ließ 2016 11 Songs auf die Welt los, die, wenn man ketzerischen Zungen glauben schenken darf, mehr nach Dimmu klingen als das was selbige momentan fabrizieren. Dieses Album jedoch nur auf einen Einfluss festzunageln, käme seiner Bandbreite in keinster Weise zu Gute, denn was SevenSins abliefern klingt modern und frisch, trotz klassischer Anleihen. Die Band schenkt dem Hörer ungemein kraftvollen Midtempo Black Metal, der mal düster stampfend und mal melodisch und verspielt daher kommt und immer wieder einzelne Soli von der Leine lässt, die teilweise an klassischen Heavy Metal erinnern. Hier und da schleichen sich auch immer wieder Elemente aus dem Death oder sogar Power Metal und den Core-Wurzeln der Band („Alchemist„) in den Sound und die Band schafft es, das Ganze organisch in ihren Sound mit einzubinden, ohne dass es störend oder unpassend wirkt. Auf dieses Gemisch setzen die Vocals immer wieder Akzente, denn stimmlich wird von okkulten, verzerrten Spoken Words, die eine unheilvolle Atmosphäre kreieren über tiefe Growls bis zu harschen Screams alles geboten was das Satanistenherz begehrt und auch weiblicher Klargesang kommt gelegentlich zum Einsatz. Was fehlt jetzt noch zum Symphonic Black? Richtig, Symphonic. Diese kommen in Form von Keyboards  daher, die mal klassisch an Dimmu Borgir erinnern, sich aber auch gerne  in orientalische Richtungen wandeln und an AlNamrood erinnern, den düsteren Bombast von modernen Behemoth heraufbeschwören und in „Seraphim“ beinahe an Alestorm erinnern und damit das Sahnehäubchen auf eines der frischesten Symphonic Black Metal-Alben der letzten Jahre bilden.

Was SevenSins auf „Due Diaboli et Apocalypse“ aus dem Hut zaubern, liegt meilenweit von dem entfernt, was die Band noch auf ihrem Debüt ablieferten. Dabei versteckt die Band ihre Einflüsse keineswegs, sondern stellt sie stolz zur Schau, legt dazu aber noch so viel eigene Ideen und frische Einflüsse in den Sound, dass sich die Scheibe weder hinter Dimmu, noch Behemoth oder AlNamrood verstecken muss. Düster, bedrückend und immer wieder auflockernde Ausflüge, hier wird alles geboten was man sich als Symphonic Blacker wünschen kann!

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