Voice of the Wanderer – Cold Winter Days

Cover

Voice of the Wanderer spielt sich bereits seit einigen Jahren in die Herzen von Ambient, Synth und Black Metal-Fans und legten 2016 mit „Cold Winter Days“ ihre soweit ich weiß 6. Veröffentlichung vor und lassen bereits am Titel erahnen wohin es musikalisch gehen soll.

Das Intro beginnt und frostige Synthesizer kreieren zauberhafte und magische Melodien und erinnern dabei an klirrendes Eis, nur schöner angeordnet. Dazu sorgt eine seichte Akustikgitarre und Drums für ordentlich Melancholie und im Schnee knirschende Fußstapfen besorgen den Rest, bevor die beiden längeren Stücke beginnen. Diese setzen weiter auf teils frostige teils verträumte Synthesizer-Klänge, liefern aber auch atmosphärische Gitarrenwände und seichtes Drumming, die sich zwar beide eher im Hintergrund abspielen, der EP aber trotzdem eine raue Kante mit auf den Weg geben und gelegentlich durch gehauchte Screams unterstützt wird und so ein unglaublich bezauberndes Gesamtbild abgeben, das irgendwo zwischen Ambient, Black Metal und Dungeon Synth liegt ohne sich so richtig in eins der drei einordnen zu lassen. Die Mühe sollte man sich ohnehin sparen und stattdessen auf eine Reise gehen und jetzt, zu Beginn des Frühjahrs den letzten Winter Revue passieren zu lassen oder sich im Sommer nach kühlen Momenten sehnen. Viel Abwechslung bietet die EP nicht, die Songs verwenden immer wieder dieselben Melodien, die dann den Song über beibehalten werden und nur gelegentlich unterbrochen werden, dabei bauen sie aber eine richtig gute Atmosphäre auf wodurch man das locker verkraftet. Dabei ist der erste der beiden langen Songs („Cold Winter Days„) der verträumtere während der Zweite („Night Snowstorm„) doch etwas fordernder daher kommt, aber im Grunde stehe sich die zwei in nichts nach und sogar das Intro hat einen gerechtfertigten Platz auf der EP.

Wer Voice of the Wanderer kennt, dürfte „Cold Winter Days“ genauso lieben, wie den Rest seiner Veröffentlichungen und wer die Band nicht kennt: Gehet hin und träumet und nutzt die filigranen Songs als Soundtrack. Die 18 Minuten seines Lebens sollte man sich Zeit nehmen.

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