Voin Grim – Tyrants of Entombed Agony

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Der Ukrainer….Russe? ehm… Krim-er Vojfrost und sein Projekt Voin Grim sind mir bereits seit „Wachsenden Winterfrost“ (Re-release 2015) ein Begriff und wie es der Zufall eben so will, liegt mir jetzt mit „Tyrants of Entombed Agony“ die neuste EP der Band vor, die auch noch einen Song von genanntem Album als Titeltrack hat, allerdings in modifizierter Form.

Was sofort auffällt, wenn man die Band bereits länger kennt, ist, dass sich der Sound im Laufe der Jahre deutlich gesteigert hat, sich zwar seinen rohen Charme behalten hat, allerdings kraftvoller und differenzierter daher kommt. Dadurch wirken die Songs auch gleich ein ganzes Stück erhabener, aber vielleicht ein klein wenig weniger melancholisch. Der Titelsong startet aggressiv mit kraftvollen Riffs, wechselhaftem Drumming und rohen, verhallten Screams. Im Verlauf des Songs, gesellen sich dann noch erhabene Keyboards zum Sound und geben dem Song etwas episches und mysteriöses mit auf den Weg. Beim anschließenden „Mourn Over the Accursed Tumulus Ground“ wird dagegen eine ganz andere Schublade aufgemacht, denn dieser geht stark in Richtung DSBM, mit einem durchgängigen Gitarrenteppich im Hintergrund, gemächlichem Drumming und den wieder sehr verdichteten Keyboardeinlagen. Dazu bewegen sich die Vocals zwischen kraftvollen und bisweilen weinerlichen Screams und verstärken so den Charakter des Songs, bevor mit „Into Cosmic Astral Trance“ die EP einen ruhigen kosmischen Ausklang erfährt, der lediglich mit Keyboards und Trommeln auskommt und den Hörer in kosmische Weiten und schneebedeckte Felder entführt und damit dem Trio ein furioses Ende setzt.

Voin Grims neuste EP zeigt das Projekt deutlich gereift, denn sowohl Sound als auch Songwriting lassen dem Hörer wohlige Schaue über den Rücken laufen. Seine 3 Songs füllen die 24 Minuten Spielzeit gut aus, bewegen sich in verschiedenen Spielarten, vereint durch den rohen Charm, die erhabenen Keyboards und mystische Atmosphäre und zeigen erneut, dass Osteuropa längst eine der Speerspitzen ist, wenn es um ordentlichen Black Metal geht.

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