Barbarian Swords – Worms

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Mit Barbarian Swords gründete sich 2011 eine Band in Spanien, die anschließend im Zweijahresrhythmus neues Material liefern sollte. Nach ihrem „Crusaders of the Apocalypse„-Demo von 2012 und dem „Hunting Rats„-Album 2014 erschien nun mit „Worms“ der dritte Output der Band, die irgendwo zwischen Black, Sludge und Doom ihr Zuhause hat.

Worms“ entpuppt sich recht schnell als unglaublich dreckiges und von einer dicken Schippe Wahnsinn getränkter Hassbatzen, der sich langsam aber beständig in die Gehirnwindungen drängt. Die Songs wabern alle recht gemächlich mit wenigen schnelleren Ausrutschern, aber dennoch mit durchdringender Kraft aus den Lautsprechern, dröhnende Riffs zwischen rohem, dreckigen Sludge und kraftvoll donnerndem Doom bahnen sich ihren Weg und immer wieder reißt sich ein kurzes Riff los und drängt in den Vordergrund. Dazu brummt der Bass und die Drums liefern einen behäbigen, schweren Rhythmus, der die Songs zu einem schweren Batzen werden lässt, der die kompletten ~70 Minuten des Albums auf einem lastet. Auch streut die Band immer wieder leichte Black Metal-Riffs in den Sound, die sich immer wieder in den Vordergrund drängen und die Atmosphäre der Songs noch weiter verdichten. Auf dieses Monster wirken die Vocals fast etwas deplatziert, aber gleichzeitig bilden sie einen großen Teil des Reizes, den das Album ausübt, denn was den Vocals anheftet ist der pure Wahnsinn.Verstörte Schreie irgendwo zwischen klassischen, recht rauen Black Metal-Vocals und Stalaggh bilden sie ein verstörendes Gebilde, das ich absolut faszinierend finde. Einerseits bilden sie einen herben Kontrast zum gemächlichen Unterbau und andererseits unterstützen sich die beiden Aspekte der Musik von Barbarian Swords auf eine interessante Art und Weise, die das Album trotz (oder wegen) seiner Länge und der fehlenden Abwechslung zu einem extrem einprägsamen und beklemmenden Erlebnis machen.

Worms“ ist ein räudiges Album und das meine ich so positiv wie man den Begriff nur besetzen kann, denn was Barbarian Swords mit dem Album abliefern ist ein dreckiges, räudiges Stück Musik zwischen Trauma und Wahnsinn, das Black, Doom und Sludge zu einer unheiligen, hässlichen Fratze vereinen, die atmosphärisch überraschend dicht und eindringlich ist. Fetzt!

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