Askvald – Nebelpfade

Askvald - Nebelpfade

Das deutsche Ein-Mann-Projekt Askvald scheint zu den Bands zu gehören, die es einfach nicht fertig bringen, einen schlechten Song zu schreiben. Nach einem Demo und nur ein Jahr nach dem Debüt-Album legt der Sachse Apocaleon gleich das zweite Album nach. Dabei wirkt „Nebelpfade“ etwas direkter und ausgereifter als sein Vorgänger und bewegt sich weiterhin auf hohem Niveau.

Nebelpfade“ beginnt mit dem instrumentalen „Und es ward Vinter„, dass sich im Verlauf zu einer sehr melancholischen Nummer entwickelt und damit den Grundstein für das Album legt. Der Rest geht in eine ähnliche Richtung und liefert Black Metal, der unglaublich melodisch und atmosphärisch daher kommt, gleichzeitig ziemlich roh und ungebändigt präsentiert wird. Das Ganze geht einher in Symbiose mit Elementen des Gothic Metals inclusive Piano und düstere Keyboardeinlagen, wodurch es Askvald erneut gelingt eine unglaublich dichte, düstere und verträumte Atmosphäre zu kreieren. Immer wieder hört man einen Hauch Agrypnie heraus, gerade was die Vocals angeht (siehe „Nebelpfade„), der irgendwie seinen Weg in den Sound geschafft hat. Im Gegensatz zu Agrypnie passt auf diesem Album allerdings alles zusammen, klingt organisch und lebendig. Dabei sind die Songs allesamt zum einen extrem eingängig was die Gesangslinien und Melodien angeht, ohne dabei kitschig zu werden und zum anderen extrem vielschichtig, detailverliebt und facettenreich. Diese Gratwanderung gelingt bei weitem nicht jeder Band und lassen den Herrn Apocaleon nur weiter in meinem Ansehen steigen und machen seine Musik besonders.

Was Askvald auf seinem zweiten Album abliefert ist genauso großartig wie sein Debüt. In einem harmonischen Intermezzo von Black und Gothic Metal gelingt es dem Sachsen ein sehr eigenständiges und ausgereiftes Album zu erschaffen, das rohen Sound mit epischer Tiefe und genialer Atmosphäre kreuzt, dabei auf voller Länge spannend und fesselnd bleibt. Daran ist nicht zuletzt die Gratwanderung zwischen Eingängigkeit und detailverliebter Tiefe schuld. Wohl oder Übel ist „Nebelpfade“ eines der besten Black Metal-Alben des bisherigen Jahres, das jedem Fan düsterer Musik nahegelegt werden darf.

Links:

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