Day’s End – Der letzte weiße Wolf

Day's End - Der letzte weiße Wolf

Day’s End gründeten sich 2014 irgendwo in Thüringen als 2-Mann-Armee und brachten sogar noch im selben Jahr ein Album raus. Danach wurde es erstmal ruhig und dann unübersichtlich mit kurzer Pause, Mitgliederwechseln und angekündigtem Labelwechsel, der dann doch nicht eintrat. Aber gut, offiziell ist das erste Bandkapitel beendet und ein neues öffnet sich und als Brücke zwischen beiden Welten wurde die EP „Der letzte weiße Wolf“ auf Youtube ausgestrahlt.

Die EP kommt mit seinen 4 „neuen alten“ Songs auf stolze 38 Minuten, eine Länge, die bei anderen für ein ganzes Album reicht. Aufgeteilt wird die Sache in 4 Songs, davon 2 mit und 2 ohne Metal, wobei alles nahtlos ineinander übergleitet, wodurch die Bezeichnung „Kapitel“ vielleicht treffender wäre. Die EP schwankt zwischen düsterem, naturverbundenen Ambient, das sich zunächst im Intro langsam aufbaut und im Titelsong endet. Das ganze wirkt dabei extrem intensiv und gefühlvoll und hat immer etwas avantgardistisches oder sogar psychedelisches/spirituelles an sich. Das setzt sich auch in den Black Metal-Momenten der EP fort. Roher Sound gleicht etwas den melodischen und zarten Charakter der Musik aus, die irgendwo zwischen Atmospheric und Depressive Black Metal angesiedelt ist und durch Hall, einen dichten Gitarrenteppich und seichtes Drumming ein düsteres und nachdenkliches Gebilde formt. Die anderen beiden Songs reihen sich da nahtlos an, wobei hier auch ergriffener Klargesang/Spoken Word zum Einsatz kommt und das ganze Gemisch noch um einiges intensiver, fesselnder und avantgardistischer wird und die EP ziemlich interessant wenn auch sehr eigenwillig zu Ende bringen. Was bleibt ist das Gefühl das Gehört nicht so richtig einordnen zu können, liegt es doch hart an der Grenze zwischen richtig gut und interessant aber komisch.

Day’s End machen es einem mit „Der letzte weiße Wolf“ nicht gerade einfach, man weiß nicht so recht ob man es mögen soll oder nicht. Langsam, irgendwie psychedelisch und spirituell angehaucht und komplett eigenständig, dann etwas rohen Black Metal, der mit Melodie und Hall seinen ganz eigenen Kosmos erschafft. Interessant ist die EP aber sicherlich und mit jedem Hördurchlauf wird sie etwas zugänglicher und die Waage schwingt doch eher um zum Positiven, aber da sollte sich jeder selbst ein Bild machen.

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