Atomic Symphony – Redemption

redemption-cover

Mit Atomic Symphony erblickte anno 2009 eine neue, junge Progressive Metal-Band das Licht der Welt. Die aus Zürich stammende Band hat an fast allen Stellen im Line-up einen oder sogar mehrere Wechsel erfahren, nur der Drummer hielt dem Karussell stand. Bei dieser Instabilität wundert es nicht, dass es ganze 6 Jahre dauerte, bis der 5er mit dem ersten Album um die Ecke kamen. Gut Ding will eben Weile haben und so leistet „Redemption“ passenderweise Wiedergutmachung für die Wartezeit.

Was Atomic Symphony ausmacht lernt man recht schnell, aber damit kennt dieses Album noch lange nicht. Die Basis des Bandsounds bildet symphonischer Progressive Metal mit weiblichem Gesang, der hauptsächlich an Symphony X erinnert, dessen orchestrale Parts und Melodieführungen auf ähnlich hohem Niveau angesiedelt sind wie beispielsweise Epica und dessen musikalische Tiefe und Vielschichtigkeit seines gleichen sucht. Immer wieder reißen sich Gitarrenlinien los, formen Soli oder kurze Jam-Sessions bevor der nächste Bruch kommt und druck- und kraftvoller Groove die Szene beherrscht. Und obwohl jeder Song gefühlt 10 Gesichter hat, mal härter und kraftvoller, mal weicher und gefühlvoller daher kommt, klingen sie doch allesamt in sich stimmig, mit nachvollziehbarer Entwicklung, die eine Überladung bereits im Keim ersticken. Die Jungs beherrschen ihre Instrumente und die Dame beherrscht ihre Stimme und brauchen den Vergleich mit den ganz Großen nicht zu scheuen auch wenn sie vielleicht noch nicht ganz auf deren Höhe sind, aber ihnen gelang es immerhin mit „Redemption“ ein Album zu schreiben und aufzunehmen, das 9 verdammt starken Progressive Metal-Songs gefüllt ist von denen keiner unangenehm, sondern höchstens (wie z.B. „Abyss„) besonders positiv in Erinnerung blieb.

Mit „Redemption“ gelang den Züricher Jungspunden von Atomic Symphony der erste große Wurf bei dem die Band sehr überzeugend Progressive mit Symphonic, Kraft mit Melodie und Gefühl und spielerisches Können mit gutem Songwriting kombiniert, einige starke Querverweise zu den Vorbildern zulassen, sich aber ein eigenes Gesicht bewahren und damit wohl zu den aktuellen Hoffnungsträgern des Progressive Metal zählen. Sollte man im Auge behalten.

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