Distressful Project – Fucked-Up Songs

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Fucked-Up-Songs“ ist das zweite Lebenszeichen der russischen Band Distressful Project, dem Nebenprojekt zweier Atra Hora-Mitglieder. Das Album beinhaltet die 10 Songs des Albums „Neverending Pain“ neu aufgenommen und durch einige Spielereien aufgepeppt und verbessert.

40 Minuten Spielzeit besitzt das Ganze und zeigt sich in durchweg sehr gutem Soundgewand bei dem alle Instrumente und der Gesang voll zu Geltung kommen. Den Einstieg macht das Intro „…“ mit viel Elektronik und etwas Gitarren-Gefrickel, das von Klargesang und später harschen Screams unterstützt wird. Danach geht es etwas weniger elektronisch, dafür deutlich düsterer zur Sache. Langsam vor sich hinwabernder Gothic Metal mit leisen Keyboards und anderen Spielereien, die sich meist dezent im Hintergrund halten. Die Gitarren treiben die Songs mit vielen verträumten Melodien und kleinen Solo-Ausreißern nach vorne, während das seichte Drumming den ruhigen Charakter der Songs formt, unterstützt von melancholischen Keyboards. Das Duo setzt überwiegend auf eine eher klassische Herangehensweise, der immer wieder ein moderner Touch mit auf den Weg gegeben wird. Zusätzlich wird nicht zuletzt auch durch die programmierten Drums, aber vor allem durch Elektronik ein gewisses Industrial-Feeling erzeugt. Gesangstechnisch dominieren tiefe Growls, die im Hintergrund von Screams unterstützt werden. Hinzu kommen der immer wieder eingestreute melodische Klargesang, der mit Feingefühl das harsche Gebrüll ausgleicht und emotional natürlich am meisten Spaß macht. Nach 40 Minuten wird man dann entlassen aus diesem ziemlich interessanten Mix, den die Jungs da zusammengebaut haben und freut sich schon auf das nächste Album.

Distressful Project zimmern mit „Fucked-Up Songs“ ein Album zusammen, dass seinem Titel auf unerwartete Weise gerecht wird. Die Mischung aus dem Gothic und Doom Metal ihres Albums mit einer Ladung Industrial klingt ungewohnt aber doch ziemlich gut, zumal die Musiker ihre Instrumente und Stimmen beherrschen und eine düstere und melancholische Stimmung aufrecht erhalten können. Bitte mehr davon.

Links:

Bandcamp    Metal-Archives

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