Third Storm – Tarîtîya Me

cover

Mit Third Storm wird es heute kultig. Die Band aus Schweden formte sich bereits 1986 und rumpelte sich danach ziemlich rabiat und kompromisslos durch das Land. Viel Aufmerksamkeit erlangte man allerdings in den 2 Jahren mit den beiden Demos nie, was vermutlich auch nie das Ziel war. 1988 trennten sich die Jungspunde bereits wieder. 2014 folgte dann das Comeback mit 2 verbliebenen Gründungsmitgliedern und kurz darauf kam mit „Tarîtîya Me“ das erste Lebenszeichen.

2 Songs umfasst die EP, die allerdings mit jeweils über 10 Minuten Spielzeit ordentlich zu Buche schlagen. Vom einstigen Gerumpel ist dabei wenig übrig geblieben, heute wird mehr auf dichte Atmosphäre und doomigen Black Metal gesetzt. Ausgedehnte Ambient-Parts und Sampler umrahmen und verbinden die beiden Songs. Dann übernehmen kraftvolle Riffs, donnernde Drums und grimmige Screams. Düster und bedrohlich bauen sich die beiden Songs auf und liefern eine dichte schwarze Atmosphäre. Die Band scheint merklich gereift, was sich auch am durchweg guten Songwriting zeigt. Zwar ist die Band im klassischen Doom/Black-Fahrwasser unterwegs, gestalten ihre Songs allerdings ziemlich abwechslungsreich und verwirklichen viele gute Ideen, die auch bei mehrmaligem Hören noch Spaß machen. Die Riffs sitzen und drücken die Songs langsam aber mit viel Energie nach vorne, unterstützt von schweren Bassspuren und kraftvollem Drumming. Dabei drängen sich immer wieder feine Melodielinien in den Vordergrund und lenken die Aufmerksamkeit auf sich. Dazu ist die EP quasi zweigeteilt, „Oath – Nava Agir“ lehnt sich deutlich weiter Richtung klassischen Black Metal, während der Titelsong sehr stark zum Doom pendelt. Zu diesem schweren Brocken passen die tiefen, grollenden Vocals sehr gut, verstärken den schweren Charakter der Songs und lassen das Ganze noch düsterer und bedrohlicher wirken. Die ganzen Ambient-Parts fügen dann noch eine mystische, unheimliche Aura hinzu und fertig sind die neuen Third Storm.

Schwer, bedrohlich und kraftvoll, das ist „Tarîtîya Me„, das erste Lebenszeichen der aus der Asche wiederauferstandenen Third Storm, knapp 30 Jahre nach der ersten Gründung. Einmal Black Metal, einmal blackened Doom, aber immer sehr energiegeladen kommt die Band zurück und macht absolut Bock auf mehr.

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