Akasaya – Kepler

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Mit Aksaya führt die Reise heute mal wieder nach Frankreich und zu einem Quartett, dass sich 2013 formierte. Nach einer EP und dem Debüt-Album legt die Band nun also bereits das dritte Werk vor. Dabei sollte man sich allerdings nicht vom futuristischen Artwork von „Kepler“ täuschen lassen.

Satt Industrial Metal oder ähnlichen Kalibern zelebriert die Band lieber angeschwärzten Death Metal, den die Jungs allerdings ziemlich interessant gestalten. Mit kräftigem Sound und ordentlicher Produktion bahnen sich die Songs ihre Wege. Donnernde Ekstase und stumpfes Geknüppel findet man hier kaum, stattdessen legt die Band viel wert darauf epische und energiegeladene Melo-Death-Riffs einzubauen, die den Songs viel Tiefe und Emotionen mit auf den Weg geben. Immer wieder drängen sich sehr groove-getriebene Stücke als Gegenpol ins Bild und ab und an brechen dann auch mal Blast Beats und donnernde Riffs los, die jedoch meist schnell wieder abflachen und den ruhigen Melodien Platz machen. Damit hebt sich die Band oft deutlich vom Black Death-Einheitsbrei ab und schafft es viele Gefühle in die Songs zu stecken und gleichzeitig Energie und eine gewisse partytauglichkeit einzubauen (siehe „Tau Ceti E„). Dazu passen auch die harschen Screams und Growls, ebenfalls immer einen Hauch an Emotion mit vermitteln, wenn auch weniger offensichtlich. Kraftvolle Riffs und das durchweg gute und interessante Songwriting zeigen, dass die Jungs ihr Handwerk beherrschen, donnernder Bass und die drückenden Drums pushen die Songs nach vorne und ständig wechselndes Tempo und Spielweisen halten die Songs spannend. Hin und wieder schleicht sich ein deplatziert wirkender Wechsel ein, aber alles in allem wirkt das Ganze gut durchdacht. Groove, Melodie und Aggression geben sich die Klinke in die Hand und werden von aggressiven Vocals zusammengehalten.

Aksaya füllen die 40 Minuten ihres neusten Albums mit sehr abwechslungsreichem Black Death, der mal melodisch und zurückhaltend, dann wieder roh und aggressiv daher kommt und somit eine spannende Mischung bereit hält. „Kepler“ biete viele Ansätze und schrammt dabei knapp an der Überladung vorbei, schafft es allerdings gerade noch, das Ganze grob zusammenzuhalten. Viel Potential das nicht vergeudet wurde!

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