F41.0 – Bürde

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Mit „Bürde“ meldet sich der Einzelkämpfer Hysteriis mit seinem Projekt F41.0 zurück. Der Bandname ist übrigens der ICD-Code (International Classification of Diseases) für Panikstörungen und gesellt sich damit zu Agrypnie, beziehungsweise dem Debüt „F51.4“. Nach dem Debüt „Near Life Experience“ aus dem Jahr 2013 folgt nun also der Nachfolger „Bürde“ und macht so ziemlich alles besser.

Gerade was die Produktion angeht liegen zwischen „Near Life Experience“ und „Bürde“ Welten, so ist letzteres kraftvoller, energetischer und deutlich dichter was die Atmosphäre angeht und das liegt nicht zuletzt an der ordentlichen und ausdifferenzierten Produktion. Musikalisch hat sich dagegen kaum geändert, es wurde lediglich verfeinert. Ein dichter Gitarrenteppich bildet die Grundlage für den Atmospheric Black Metal des Baden-Württembergers aus dem sich immer wieder melodische Riffs lösen und melancholisch vor sich hinfließen. Unterstützt wird das ganze von recht ruhigem Drumming und so liegt das Fundament der Band auf düsterer, melancholischer und emotionaler Ebene. Viel Abwechslung gibt es dabei nicht auch wenn jeder Song ein bisschen anders klingt, dafür baut sich so eine dichte Atmosphäre mit Sogwirkung. Lediglich die Singleauskopplung „Alpha“ sticht mit seinem epischen Keyboard aus dem Album hervor und besitzt einen gewissen träumerischen Ansatz. Dazu gesellen sich gequälte Vocals, gut verständlich, fast cleane Schreie. Die erinnern mich irgendwie an Endlos (siehe deren „Spiegelbild„). Immer wieder werden dazu Spoken-Word-Segmente eingestreut, die für Ruhe sorgen und die emotionale Achterbahnfahrt kurz unterbrechen, eine Verschnaufpause einlegen und auf kommendes vorzubereiten, denn kurz darauf schreien sich die Gastsänger, 4 Stück an der Zahl, weiter durch die Untiefen ihrer Gefühlswelt. Diese recht hohe Zahl an Sängern ist auch das was Abwechslung und immer mal wieder einen frischen Wind in den Bandsound bringt und zusammen mit der sehr starken instrumentellen Leistung zu diesem durch und durch sehr guten Endergebnis führt.

Nach dem bereits ziemlich ordentlichen „Near Life Experience“ liefern F41.0 mit „Bürde“ Verbesserungen an allen Enden, Hysteriis schafft es die Songs in ein flüssiges Gesamtkonzept zu verweben und sowohl instrumentell als auch gesanglich die Richtigen Entscheidungen zu treffen, wodurch ein extrem dichtes Album mit starken melodischen Momenten und viel Emotion zustande kommt, dass seine Hörerschaft mehr als verdient und gerne noch viel bekannter werden darf. Es hätte es auf jeden Fall verdient. Vielleicht helfe ich ja dabei 😉

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