Suffer Yourself – Ectoplasm

165-1.jpg

Heute lassen wir es mal etwas ruhiger angehen und vor allem sehr langsam, denn Suffer Yourself stehen auf dem Programm und mit ihnen Funeral Doom. 2011 in Polen gegründet zog es das Ein-Mann-Projekt zunächst in die Ukraine und später nach Schweden und formte sich langsam zur vollwertigen Band. Dem im Alleingang aufgenommenen ersten Demo folgten 2 als Band aufgenommene Alben, von welchen „Ectoplasm“ das jüngere ist und von der schwedischen Besetzung eingezimmert wurde.

Ectoplasm“ ist gefüllt mit gerade mal 5 Songs, doch davon lassen sich Doom Metal-Fans nicht lumpen, denn auch so schafft es das Album auf über 60 Minuten Spielzeit und füllt diese voll aus. Keine Füller, keine Gefangenen. Stattdessen feuert der Vierer sich langsam aus den Boxen drückenden Funeral Doom Metal, der durch eine hohe Dosis Death Metal ordentlich an Dichte, Härte und Düsterkeit zunimmt. Schwere Riffs walzen über den Hörer hinweg begleitet von nicht weniger drückenden Basslinien und unterstützt von langsamen wuchtigen Drums. So zerdrückt der schwere Brocken alles in seinem Weg, geht aber auch immer wieder kurz in sich, hält inne und böllert dann erneut los. Unterstützt wird das Ganze hier und da von Keyboards und Samplern, meist sind die beiden Welten aber strikt getrennt und die Sampler und der Dark Ambient sorgen für kurze Verschnaufpausen und verdichten die ohnehin schon mit dem Messer zerschneidbare Atmosphäre und leitet von einem Song zum Nächsten. Als wäre das nicht genial genug setzen die Vocals immer wieder neue Höhepunkte. Hauptaugenmerk liegt auf ultra-tiefen Growls, die sich mit den Gitarren um darum streiten wer jetzt tiefer und kraftvoller daherkommt (mit klarem Sieg für die Vocals). Immer wieder wird allerdings aus diesem Schema ausgebrochen und die Growls verschwimmen zu harschen Pig Squeels oder gewinnen an Höhe und kommen dann als leidgeplagte Screams ihr Elend in die Welt schreien. Hier und da noch etwas rituellen, spirituellen oder düsteren Klargesang und Spoken Words eingestreut, gerne auch mit etwas Hall und man hat so ziemlich alles abgedeckt was Doom und Extreme Metal hergeben. Dabei gelingt es der Band die Stile in ihren Sound einzuweben und daraus eine absolut runde Sache zu machen. Sowohl musikalisch als auch gesanglich!

Ectoplasm“ wird zurecht als eines DER Extreme Doom Metal-Alben des Jahres gehandelt, denn die Band macht so ziemlich alles richtig was man richtig machen kann. Kraftvolle Songs, düster, drückend und intensiv wie ein richtig guter Horror-Film und dazu abwechslungsreich, vor allem was die Vocals angeht, aber auch musikalisch gibt es einiges was das Album spannend hält. Ich bin eigentlich kein großer Doom und kein großer Death Metal Fan, aber Suffer Yourself finde sogar ich großartig. „Ectoplasm“ sollte jeder Fan von Todesstahl in Zeitlupe in seinem Regal stehen haben.

Links:

Bandcamp    Facebook    Metal-Archives    VKontakte    YouTube

Advertisements

Eine Antwort zu “Suffer Yourself – Ectoplasm

  1. Pingback: Suffer Yourself’s ‘Ectoplasm’: (I)s rightly considered the Extreme Doom Metal album of the year…. | Cimmerian Shade Recordings

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s