Totensucht – Teufelswerk (Compilation of Confusion)

Front

Totensucht zum Zweiten. Zeitgleich mit dem eigentlichen Debüt veröffentlicht die Band auch gleich das eigentliche zweite Album, „Teufelswerk (Compilation of Confusion)“ das bereits 2013 vollendet wurde, aber bis heute nie das Licht der Welt erblickte. 11 Songs, 65 Minuten, passt.

Der Sound der Scheibe ist roh und unpoliert, aber noch ziemlich ordentlich und liegt damit auf einer Ebene mit den anderen Alben des Projekts. Musikalisch sieht das Ganze schon etwas anders aus, zwar sind die „Trademarks“ der Band noch da, aber gefühlt geht es hier noch eine Ecke experimenteller zu. Erneut gibt es ordentlich Black Metal mit Pagan und Rock-Elementen, der ordentlich Bock macht und von der ersten bis zur letzten Sekunde überzeugen kann, aber die anderen Einflüsse unterscheiden „Teufelswerk“ von den anderen Alben. Es geht gefühlt etwas weiter in Richtung Atmospheric und klassischen 90er Black Metal und hat auch einen roheren Charakter. „Der falsche Sadismus“ erinnert gelegentlich an frühe Eisregen und hier und da schimmern verschiedene andere Bands im Sound von Totensucht durch, was ja nichts schlechtes ist, denn unterm Strich hat die Band doch einen ziemlich eigenen Sound. Melodischer Black Metal, der durch Pagan- und Deutschrock-Einflüsse sowohl nach Natur als auch nach durchzechter Nacht klingt. Das erinnert mich dann etwas an Festung Nebelburg, auch wenn beide Projekte das Ganze völlig verschieden angehen und umsetzen. Nimmt man dann noch die unzähligen Einflüsse, die Totensucht auf seine Alben packt, verbindet die beiden Bands sogar noch weniger. Die Band erfindet sich auf jedem Album neu und schafft es doch einen gewissen Grundkonsens beizubehalten, quasi stets eine neue Maske auf dem immer gleichen Gesicht und das macht einfach jedes Mal Spaß.

Totensucht auf ein neues und auf ein neues wieder geil. Scheuklappen ablegen, CD rein und genießen, wohin die Band einen auch mit hinverschleppt. Sehr starker Black Metal mit unzähligen Einflüssen und Ideen, durch die die Alben zwar eher eine lose Songsammlung als ein „Album“ sind, aber einen gewissen roten Faden besitzt es dann doch irgendwie. Kauft und hört selbst.

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