Hāg – In Traumschwebe erstarrt

Hag - In Traumschwebe erstarrt

Auf nach Österreich, Wien um genau zu sein und ab in den Klangkosmos des Trios Hāg, das nach 8 Jahren Bandhistorie und 2 Demos mit ihrem ersten Album, „In Traumschwebe erstarrt“ um die Ecke biegen. 5 Songs bietet das Album, die allesamt zwischen 5 und über 15 Minuten auf die Waage bringen und damit ganze 48 Minuten füllen.

Der Sound ist gut, besitzt eine schöne, rohe Kante, hier und da ein paar Ecken und Störgeräusche, alles in allem eine Runde Sache, musikalisch geht es da schon holpriger zur Sache. Gegen die Instrumentenfraktion kann man nichts negatives vorbringen, außer ein paar kleinen Verspielern hier und da. Ordentlicher Black Metal, der sehr atmosphärisch daher kommt, immer einen Sinn für filigrane Melodien aufweist und auch mal ganz aus der Reihe fällt. Das führt dann mal zu leicht orientalisch angehauchten Riffs („Verhallende Schritte im Herbst„) oder zu akustische Momente („Im Fluss der Zeit„). Hier und da wird auch noch eine etwas vertracktere Gitarrenlinie versteckt oder leicht in die Post-Ecke abgedriftet wodurch das abwechslungsreiche Songwriting immer spannend bleibt und häufig überrascht und in eine unerwartete Richtung weiterführt. Ein Teil der Vocals geht auch in Ordnung, die klassischen Screams sind wirklich gut, passen zum Sound und fügen sich nahtlos ein, die Spoken Words, die hauptsächlich in den akustischen Momenten zum Tragen kommen und mit etwas Hall oder ähnlichem versehen sind, passen auch sehr gut und können überzeugen….was sich die Band allerdings bei den hohen Schreien gedacht hat, kann ich mir allerdings nicht so ganz erklären. Eigener Sound und Abheben von der Masse hin oder her, entweder die Jungs versuchten sich an DSBM-artigen Schreien oder an Cradle of Filth ohne einem der Beiden wirklich ähnlich zu werden. Vielmehr klingt es in meinen Ohren nach einem sehr aufgebrachten Pumukl, was der angestrebten Wirkung sicher entgegenwirkt…und auf Dauer nervt das Ganze schon extrem.

Hāg liefern im „In Traumschwebe erstarrt“ ein Album, das die Gemüter sicher spalten wird. Musikalisch ohne Tadel schießen sich die Österreicher mit den Lead Vocals ins eigene Knie. Es wird sicher Leute geben, die die hohen fast schrillen Schreie geil finden, aber das dürften nicht viele sein. Davon abgesehen, kann man die Jungs durchaus anhören!

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