Disharmony – The Abyss Noir

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Mit Disharmony gehts heute mal wieder nach Griechenland und zu einer Band, die seit Mitte der 90er aktiv ist, aber um die es zwischendurch immer mal wieder ruhig geworden war. Nach 2 Demos in den 90ern, dauerte es fast 15 Jahre (das Demo von 2009 mal ausgenommen) bis mit „Shades of Insanity“ 2014 das Debüt-Album rauskam. Mit „The Abyss Noir“ folgt nun der zweite Streich der „Veteranen“.

6 Songs in 35 Minuten zaubern die Griechen aufs Parkett und bereits beim ersten Song beschleicht einen das traurige Gefühl, dass die Jungs heute auf den großen Festivals in guten Slots spielen könnten, wenn sie etwas aktiver an ihre Karriere herangegangen wären, denn das Album zeigt sich als bockstark. Große Melodie, immer wieder durch ein Solo unterbrochen, dazu eine ordentliche Portion Groove geben den Songs Kraft und Druck mit auf den Weg, die irgendwo zwischen Heavy und Doom Metal rangieren, hier und da aber auch mal den Speed Metal touchieren und hat hier und da ein µ Thrash mit drin. Dazu klingen die Songs allesamt sehr progressive und eigen im positivsten Sinn. Dabei werden die zwischen Groove und Melodie schwankenden Gitarren von drückendem Bass untermalt und von gemächlichen Drums unterstützt. Immer wieder nimmt die Band Tempo raus um eine bezaubernd düstere und verträumte Atmosphäre zu kreieren. Musikalisch macht das Album schonmal ordentlich Bock, aber was dem Album das Sahnehäubchen aufsetzt sind die unglaublich großartigen Vocals. Was Chris Kounelis da aus seinen Stimmbändern herausholt ist bemerkenswert. Richtig schöner, emotionaler und genau richtig akzentuierter Klargesang, der einem direkt unter die Haut geht, bildet die Leads und allein für die kann man das Album schon mögen. Dazu kommen allerdings noch zahlreiche Variationen, sei es düsterer leicht verzerrter Gesang, der beinahe als Spoken Word durchgeht, gelegentlich eingesetzte dem Thrash-entnommene Schreie oder spitze Schreie wie man sie aus klassischem Heavy oder Speed Metal kennt bilden die Kirsche auf der Sahne. Dazu gesellen sich hier und da immer wieder noch weitere Facetten, wodurch das Album gesangstechnisch das Meiste abdeckt und zu einer extrem abwechslungsreichen Sache wird, wobei es der Band gelingt den Bandsound immer beizubehalten.

Disharmony liefern mit „The Abyss Noir“ ein Album, das man sich eigentlich nicht entgehen lassen sollte, auf das in absehbarer Zeit allerdings nicht allzuviele Menschen aufmerksam werden dürften, was extrem schade ist, denn was die Jungs aus Athen hier abliefern hat Spitzenniveau und ist vom ersten bis zum letzten Ton einfach richtig gut gemacht. Wer auf atmosphärischen und leicht progressiven Heavy und Doom Metal steht: kaufen kaufen kaufen! Ihr werdet es nicht bereuen, das könnte eins DER Alben 2017 sein.

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Eine Antwort zu “Disharmony – The Abyss Noir

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