Xexyz – Death Mountain

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Dass Gaming und Metal super harmonieren weiß man seit Doom, Brütal Legend oder Bands wie Blind Guardian. Das Ganze auf die Spitze trieb dann allerdings das Projekt Xexyz, das sich nach einem alten NES-Spiel benannte, seinen Stil dementsprechend NESBM nennt auf seinem Debüt „Primeval Mountain“ von 2006 ziemlich rumpligen Black Metal mit 8-Bit Samples aus Nintendo-Spielen mischte. Was damals höchstens extrem schräg, aber nicht wirklich gut klang, wird nun (11 Jahre später) mit „Death Mountain„, einem Konzeptalbum zu Zelda, auf eine neue Stufe gehoben.

Der Black Metal ist weiterhin ziemlich roh, klingt aber besser und wirkt deutlich besser durchdacht. Frostige Riffs werden von gemäßigtem Drumming begleitet, dass je nach Song auch mal das Tempo merklich anzieht. Insgesamt ist der Metal-Part allerdings weit in den Hintergrund gemischt und macht Platz für klassische 8-Bit-Samples aus Nintendos besten Zeiten und da es sich um ein Zelda-Album handelt, vermutlich alle aus Zelda. Diese geben über das gesamte Album hinweg den Ton an und der rohe Black Metal hat sich anzupassen und tritt mehr als unterstützender Part auf, der der Sache etwas rohe Energie und schwarze Atmosphäre mit auf den Weg gibt. Bereits bei Songtiteln wie „Wooden Sword“ oder „Dungeon Swastika“ merkt man, dass das Album einen humoristischen Touch hat und wenn man genau hinhört spiegelt sich das auch in Lyrics wieder, denn das gesamte Album ist aus der Sicht eines ziemlich angepissten Link geschrieben, der sich u.a. darüber aufregt, dass er nur so ein beknacktes Holzschwert bekommen hat. Das natürlich passender weise in fiesen Screams vorgetragen, die herrlich räudig und angepisst aus den Boxen kriechen, bisweilen aber auch in spitzen Schreien mit etwas Hall eskalieren. Da kann man sich hier und da ein Schmunzeln einfach nicht verkneifen, auch wenn man nie Zelda gespielt hat.

Mit „Death Mountain“ zeigt sich Rev, der Alleinherrscher über Xexyz und u.a. bekannt aus Tjolgtjar, deutlich gereift und liefert ein Album, das ziemlich einzigartig ist und einfach richtig viel Spaß macht. Im Prinzip ist das Album wie Brütal Legend, nur eben spiegelverkehrt, statt einem Spiel, dass komplett auf Metal basiert, ist das hier ein Metal-Album das komplett auf einem Spiel basiert. Rumpelnder Black Metal trifft auf Nintendo, Humor und jede Menge Spaß.

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Eine Antwort zu “Xexyz – Death Mountain

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