Schleiße Stankend Gliud – Hartnäckige Nebelfelder

Front

Schleiße Stankend Gliud… da sagt der Name doch schon alles. Die Jungs, deren Bandname wohl auf eine bierselige Runde und Schnapsideen zurückgeht formten sich 2001 und brachten bis zur Umbenennung in Antimensch 2013 immerhin 3 Alben raus von denen die ersten Beiden jetzt ein Re-release erfahren. „Die satanische Ferse“ war 2003 noch ziemlich unbeholfen eingeknüppelt und mit zu vielen Samplern bestückt und das Wortspiel im Titel war auch nur mäßig lustig, aber mit „Hartnäckige Nebelfelder“ sieht die Sache schon ganz anders aus.

Was die Jungs hier aus der Mottenkiste kramen ist ordentlich geknüppelter Extreme Metal, der zwischen Death, Black und Thrash Metal alles abgrast was ordentlich rumpelt, aggressiv und schnell ist. Von schwerem Death Metal über ordentlich groovenden Thrash bis zu fast grindigen Einlagen und düsteren Black Metal bleibt nichts und niemand verschont. Die fetten Riffs mit sattem Sound gehen gut ins Ohr und die Songs machen einfach Spaß, immer wieder sorgen Tempowechsel und schwankende Einflüsse für Abwechslung und schon nickt der Kopf im Takt. Dazu geseelen sich ordentlich treibende Drums, die die Songs leiten und ordentlich wummern. Raserei und Groove geben sich die Klinke in die Hand und je nach Belieben passen sich auch die Vocals an, die mal als räudiges Keifen durch die Nacht hallen und mal in tief donnernden Growls über die Nebelfelder walzen. Dazu kommen immer wieder kleinere Ambient/Sample-Parts zum Einsatz, die hier allerdings gut ins Konzept passen und nicht einfach nur nervig sind, wie es auf „Die satanische Ferse“ der Fall war. In denen spürt man dann auch mal den Humor der Truppe, der sonst in den Vocals eher unverständlich daher kommt. „Kleinchrist Part II“ wird pseudo-romantisch als der Protagonist auf das Leben zurückblickt als er noch ein Christ war. „Latsch, latsch die Heide brennt“ liefert dann etwas ruhigen Folk, umrahmt von räudigem Grind, was etwas an Excrementory Grindfuckers erinnert. So bildet das Album eine ziemlich bunte Mischung an Extreme Metal mit Comedy.

Wer im Extreme Metal auch mal auf ernste Texte verzichten kann, dabei aber nicht auf qualitativ gute Musik verzichten will, der sollte sich Schleiße Stankend Gliud mal zu Gemüte führen und ihren hochphilosophischen Stücken lauschen. „Hartnäckige Nebelfelder“ ist eine Steigerung von mehreren 100% im Vergleich zum Vorgänger und kann sich absolut sehen und hören lassen.

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