Apylon – The First Chapter

S1 - Frontcover

Nachdem Wolfmond Production bereits Chapter 2 und 3 veröffentlichten folgt nun mit „The First Chapter“ die symbolische Wiedergeburt(?) von Apylon. Seit 2012 treibt der Wiener Musiker sein Unwesen und verspricht mit „The First Chapter“ ein Album, gegen das alles davor Ohrenkrebs war und besteht aus überarbeiteten Songs vom dritten Chapter und 7 wohl brandneuen Songs.

Musikalisch bleibt sich der werte Herr Apylon treu, hat sich allerdings deutlich weiterentwickelt. Auf die Ohren gibt es weiterhin ziemlich direkt nach vorne preschenden Old School Black Metal mit rohem Sound und ordentlichem Geknüppel. Ein Blast-Beat-Reigen reiht sich an den nächsten und drückt die Songs nach vorne, während die Gitarren klassische düstere Riffs vom Stapel lassen und den Hörer zurück in die 90er teleportieren. Die Gitarren strotzen vor Störgeräuschen und Übersteuern, die Drums rumpeln hier und da und dazu die grimmigen Screams und fertig wäre eine weitere Black Metal CD. Doch so leicht macht es uns der Herr nicht, denn Apylon bestehen aus mehr als Blasts und Old-School Black Metal. Hier und da wird das Tempo rausgenommen und mehr auf Groove gesetzt während die Vocals stellenweise zweistimmig daherkommen und dadurch auch gleich noch ein paar stimmliche Facetten auspacken. Hier und da schleichen sich auch leichte Thrash- und Death-Einflüsse in den Sound, die dem Ganzen einige kleine Ausreißer mitgeben. Dazu gesellen sich noch 3 Songs, die mehr als Interludes auftreten und entweder ein melodisches Gitarrenriff zum Besten geben oder akustisch in die Vollen gehen und ruhig und sachte zur Atmosphäre beitragen. Aber auch der klassische Black Metal kann überzeugen und „eine weitere Black Metal CD“ trifft die Sache dann doch nicht ganz, denn die Songs kreieren eine ordentliche Atmosphäre, liefern richtig gute Riffs und lassen immer wieder makaber-schöne Melodien durchschimmern, die die Aggression der Drums ausgleichen. Die 4 Songs vom letzten Kapitel wurden generalüberholt und erstrahlen in nie dagewesenem Glanz und zeigen wohl am Besten, dass Apylon nicht auf der Stelle tritt.

Wer auf klassischen, rohen Black Metal steht, der dürfte sich über neues aus dem Hause Apylon freuen, denn der Österreicher hält seinen Old-School-Reigen erfreulich frisch ohne sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen. „The First Chapter“ vereint Aggression mit Melodie und einigen bunten Zuckerstreuseln hier und da.

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