Sarg/Lupan – Beben Jesus

Cover

Auf „Beben Janus“ treffen zwei Bands aus dem Wolfmond Production-Rooster aufeinander und teilen sich den Platz auf einer Split-EP. Den 2014 gegründeten Sarg gebührt die Ehre der ersten Hälfte auf dem sie Live-Mitschnitte einiger Songs zum Besten geben, während die bereits seit 1998 ihr Unwesen treibenden Lupan die 2. Hälfte für sich in Anspruch nehmen.

Eigentlich heißt es ja immer „Alter vor Schönheit“, aber der Einfachheit halber fange ich trotzdem mit Sarg und den 4 Songs, die sie im Gepäck haben, an. Die Split ist ihre bislang zweite Veröffentlichung nach dem 2015er Demo „Geflüster“ und von selbigen sind auch 2 Songs hier vertreten, dazu ein Intro und der wohl recht neue Song „Child from Below„. Der Sound ist aufgrund der Tatsache, dass es live aufgenommen wurde, entsprechend roh und untergründig, aber an sich gar nicht so scheiße, da hab ich von deutlich größeren Bands schon deutlich schlechteren Sound gehabt, da will ich also nicht meckern 😉 Musikalisch zelebrieren die Sachsen-Anhalter Old-School Black Metal, direkt und räudig ohne Kompromisse. Dabei ist und bleibt der „Panzerpogo“ der beste Knüppel-Song der Truppe mit saftigen Riffs und ordentlich Energie, dicht gefolgt von „Thone of Mist„, der mehr Wert auf abwechslungsreiches Songwriting und Atmosphäre setzt. Alles in allem überzeugt das Ganze wie schon auf dem Demo und der neue Song zeigt, dass sich daran so schnell nichts ändern wird.

Die letzten 3 Songs der Split gehören dann Lupan, die musikalisch den 90ern huldigen und mit neuer Musik aus dem Bandkatalog aufwarten. Obwohl bereits 1998 gegründet, sieht die Diskografie der Band noch recht leer aus. Gerade mal 4 Demos und 1 Album haben bisher das Licht der Welt erblickt. Musikalisch hat sich bei der Truppe aus Sachsen wenig getan, noch immer leben in ihren Songs die alten Tage auf, wird sich auf alte Black Metal-Werte besonnen und diese gekonnt und versiert auf Tonband gebrannt. Klar gibt es 100e Bands, die diesen Sound zu kopieren versuchen, aber wenns gut gemacht ist, dann ist es gut gemacht, egal wie oft man es schon gehört hat und so können die 3 Songs von Lupan genauso überzeugen wie ihr Album. Den Jungs merkt man bei jedem Ton an, dass sie aus Überzeugung handeln, frostige Riffs auf forderndes Drumming treffen lassen und das Ganze mit markanten Screams veredeln. Old-School rules.

Auf „Beben Janus“ zeigen 2 deutsche Bands wie klassischer Black Metal live und im Studio klingen kann und sollte. Sowohl atnosphärisch als auch im Songwriting zeigen sich sowohl Sarg als auch Lupan mal wieder von ihrer besten Seite und füllen die 26 Minuten der EP mit schwarzem Spirit und zetteln damit live sicher den ein oder anderen „Panzerpogo“ an.

Links:

Sarg:    Facebook    Metal-Archives

Lupan:    Facebook    Metal-Archives    Myspace

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