Dig Me No Grave – Immemorial Curse

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Dig Me No Grave melden sich zurück. 7 Jahre nach ihrer Gründung und 2 Jahre nach dem letzten Lebenszeichen, der EP „Unholy Worship“ hauen die Russen mit „Immemorial Curse“ ihr zweites Album raus, das den eingeschlagenen Weg, den die Band als Ancient Death Metal bezeichnet, konsequent weitergeht.

Bei Dig Me No Grave trifft H.P. Lovecraft auf klassischen Death Metal, der ziemlich rumpelig daher kommt. Schwere, wuchtige Riffs treffen auf Midtempo-Drums und dicken Bass, dazu gesellen sich die tiefen, monströsen Growls von Chef-Grunzer Alexey. Dabei schaffen es die Jungs den klassischen Death Metal zum einen durch einige Moderne Einflüsse interessant und frisch zu halten, aber auch gleichzeitig den Einstieg durch ziemlich sperrige Momente zu erschweren. Das hat nichts mit Progressivität zu tun, sondern liegt häufig an zusammengewürfelten Übergängen und fiesen Riffs, die leicht fehl am Platz wirken. Die Momente halten sich aber zum Glück derart in Grenzen, dass sie die ziemlich guten Songs nicht mit einem allzu bitteren Beigeschmack überlagern und so lassen sich die tief dröhnenden, mal aggressiv mal fast schon melodischen Walzen der Band trotzdem genießen. Sowohl der mit Stakkato-Riffs versehene Song „Ritual Slaughter“ oder das stur nach vorne knüppelnde „Dig Me No Grave“ sorgen für verzücktes Mitnicken und auch der sich langsam vorandrückende Rausschmeißer „Edge of Eternity“ können überzeugen und die Herzen der Death Metal-Enthusiasten höher schlagen lassen, die bei dem Album ziemlich puren Death Metal erwarten können, der ordentlich runtergeschrammelt wird und hier und da kleinere Überraschungen bereit hält ohne sich vom Grundsound zu entfernen.

Klassische Death Metal-Freunde, die zudem auf den Altmeister Lovecraft abfahren, dürften sich bei dem Album gleich doppelt freuen, denn hier erwartet sie ihre beiden liebsten Dinge auf der Welt, die in ordentlicher Manier präsentiert werden und trotz Abzügen in der B-Note überzeugen können. Dig Me No Grave setzen auf „Immemorial Curse“ auf altbekanntes und setzen das gut in Szene.

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