Long Claw – Disastrophe

"LONGCLAW" cover

Anfang des Monats erschien an dieser Stelle ein Review zum Debüt der US-Southern Metaller MuckRaker. Kurz darauf musste ich erfahren, dass es die Band seit Längerem gar nicht mehr gibt, aber es wurde bereits für Ersatz gesorgt, denn nach etlichen Besetzungswechseln unter dem MuckRaker-Banner entschloss sich Bandchef Will dazu, unter neuem Namen neu anzufangen. MuckRaker segnete so das Zeitliche und mit Long Claw machte man sich auf um den Southern-Zug nicht stoppen zu lassen. Kurz nach dieser Entscheidung wurde die Wiedergeburt mit dem ersten Album „Disastophe“ in Polycarbonat gemeißelt.

Musikalisch hat sich wenig getan, auch wenn das Trio zum Quartett angewachsen ist. Aber alles wirkt noch etwas ausgereifter, gleichzeitig aber auch simpler als auf „Karmageddon„. Dicke Riffs mit Südstaaten-Rhythmus dröhnen kraftvoll aus dem Boxen, schwere Basslinien machen das Bollwerk noch stabiler und groovendes Drumming gibt das übrige für gute Laune und Rock, der nicht nur im Ohr bleibt, sondern auch auf Nacken und alles was dranhängt übergeht. Long Claw gelingt es spielen den von MuckRaker geformten Sound weiterzuverarbeiten, bleiben extrem eigenständig und abwechslungsreich, wenn auch rockiger und weniger Metal-lastig als der Vorgänger. Mit „Razor Blade Tears“ findet sich sogar eine ruhige Ballade und mit „The Winds of Water“ ein „Basssolo“ auf der Scheibe, was bei MuckRaker nicht möglich gewesen wäre. Musikalisch kann die Band also mit Facettenreichtum, dickem Groove und schwerem Rock überzeugen, gesanglich ist aber auch nicht weniger los. Kraftvolle Vocals, die immer mal bis zu Eskalation ausgereizt werden oder mit Gang Shouts angereichert werden passen perfekt zum bodenständigen Rock der Jungs und auch die simplen Texte mit locker mitsingbaren Refrains passen zum erdigen Sound und funktionieren Live sicher super.

Long Claw erweisen sich auf ihrem Debüt „Disastrophe“ als würdige Nachfolger von MuckRaker und verfeinern und verbessern ihren Sound konsequent. Keine Füller, keine Kompromisse, einfach erdiger, bodenständiger Southern Rock mit Energie und Heavyness.

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