Crucify Me Gently – Circles

Crucify Me Gently - Circles

Zugegeben, „Circles“ ist ein Album, das seinen Weg in meine Sammlung nur wegen des großartigen Bandnamens gefunden hat und ich finde Crucify Me Gently als Namen immer noch witzig, die Band deswegen als Spaß-Kapelle abzustempeln ist allerdings nicht gerade Zielführend, denn die Ukrainer setzen seit ihrer Gründung 2012 auf emotionale, düstere und extrem kraftvolle Klänge, die auch auf dem 2016er Album „Circles“ überzeugen.

Ohne Intro stürmt der Opener „Occultist“ gnadenlos voran und erinnert zunächst etwas an die harten Momente Behemoths oder andere Symphonic Black Metal-Acts, doch schnell wandelt sich das Bild und gibt monumentalen, ziemlich angeschwärzten Deathcore frei, der sich gewaltsam und sperrig vorantreibt. Tiefe Growls und stampfende Riffsalven dominieren das Bild, die von komplexen Drumsspuren begleitet werden und Energie ohne Ende zu haben scheinen. Immer wieder drängt sich einem auch die Band Unru in den Sinn, denn Crust findet genauso seinen Weg in den Sound der Ukrainer wie ein Hauch Post- und Doom Metal, der dem Ganzen sowohl einen modernen als auch einen noch eine Ecke düstereren Sound beschert. Dabei bewegen sich auch die Vocals zwischen Extremen und schwanken zwischen tiefen Growls und aggressiven Shouts hin und her. Immer wieder hält die Band kurz inne um Spannung aufzubauen und dem Hörer etwas Erholung zu gönnen, bevor sich die Spannung im nächsten Blast oder Breakdown oder schierer Eskalation entlädt. Dabei gelingt es den Jungs trotz all dem Chaos, der Aggression und der Sperrigkeit der Songs eine düstere und packende Atmosphäre zu kreieren, die von Anfang bis Ende des Albums aufrecht gehalten wird. Daran sind auch die immer wieder in die Songs gestreuten Sampler und kurzen „Pausen“ beteiligt, die sich fast nahtlos in die Songs einfügen und für einen schönen Kontrast sorgen.

Lust auf Chaos, Aggression und Anarchie? Dann bist du mit Crucify Me Gently und ihrer wilden Mischung aus Deathcore, Crust, Black, Post und Doom Metal bestens befriedigt, denn mit „Circles“ haben die Jungs erneut einen extrem anspruchsvollen und harten Brocken Musik losgelassen, der wahrlich nichts für jeden ist, aber voll überzeugen kann, wenn man die Kopfschmerzen erstmal überwunden hat.

Links:

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Eine Antwort zu “Crucify Me Gently – Circles

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