Shards of a Lost World – Zeugen des Todes

Shards of a Lost World - Zeugen des Todes

Da ist er wieder, der kleine Bruder von Waldseel. Shards of a Lost World erzählen wieder von den Kreaturen der Finsternis und legen mit „Zeugen des Todes“ das erste Full-Length vor und das dritte Werk der nunmehr 2-jährigen Geschichte, wenn man Split, Singles und Live-Gekröse außen vor lässt. Das gute Werk ist bestückt mit 9 Songs und erstreckt sich über gut 40 Minuten.

Im Direktvergleich zu den anderen Erzeugnissen aus dem Hause Axientas, dem Mastermind des Ganzen, fällt sofort die Entwicklung auf, die sein Projekt in den Jahren genommen hat und so wirkt auch „Zeugen des Todes“ ein weiteres mal gereift und mit mehr Ohr für ordentliche Songs. Dabei hat sich am Grundkonzept im Prinzip nix geändert, noch immer setzt Shards of a Lost World auf einfachen und direkten Black Metal, hier und da ein paar klitzekleine Schnörkel und das was. Meistens halten sich die Songs im gemäßigten Tempo auf und sorgen durch Wiederholungen für eine düstere Atmosphäre, brechen dann mal kurz in Blasts und Raserei aus, fangen sich aber schnell wieder. Dichte Gitarrenteppiche bilden das Grundgerüst mit dem die Songs geformt werden, sich immer wieder mal wandeln und kleine Riffs und Spielereien, u.a. halbakustisches in „Schattengestalt„, schaffen etwas Abwechslung. Solides Drumming schadet ja auch nie, fügt dem Sound aber nicht allzuviel hinzu, kann aber auch hier und da kleine Akzente setzen, aber da leisten die Vocals schon mehr. Kühl und bissig keift sich der werte Herr durch seine recht einfachen Texte was dem Sound etwas frostiges und düsteres mit auf den Weg gibt und so der Gitarren beim Atmosphäre-Aufbauen hilft.

Alles in allem zieht Anxietas weiterhin eiskalt sein Ding durch, entwickelt sich aber kontinuierlich weiter und liefert erneut ein Werk, das man sich als Fan von schnörkellosem Black Metal in die Lauschlappen feuern kann, ohne es bereuen zu müssen. Atmosphäre ist da, Songs sind musikalisch und gesanglich sehr ordentlich, nur die Texte sind stellenweise doch etwas plump, vielleicht sollte er auf Englisch umsteigen, da meckert ja selbst bei großen Bands keiner über sowas 😉

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