Стахановцы – Ништяк

Self release

Wie wärs denn heute mal wieder mit was russischem? Genauer: Minenarbeiter-Metal. Gibts nicht? Doch! Стахановцы (Stahanovtsy) machen genau das. Thrash Metal über russische Kohleminen und alles was dazu gehört…und das bereits seit 2007. Damals gründete sich das Trio aus Tomsk und kann bisher auf 4 Alben, etliche EPs, Singles und Demos zurückblicken. Das dritte aus dieser Reihe hört auf den Titel „Ништяк“ (~Zwangsläufig) und ist eigentlich das Aktuellste, wenn man das Re-Recording des 2007er Demos außer Acht lässt.

Dabei setzen Стахановцы auf Altbewährtes, packen es aber in ein leicht modernes Gewand. Treibender Thrash Metal geht hier mit drückenden Drums stur nach vorne und wird mit melodischen Riffs, tiefen Gitarrenschlenkern und vielen kraftvoll-pushenden Parts der Saitenfraktion zusammengehalten. Daran hat auch der Bass nicht wenig Schuld, der sich recht dominant in den Mix schleicht und statt stur den Gitarren nachzurennen auch eigene Akzente setzen kann. Immer wieder stürzen sich auch interessante Riffs in unbekannte Minenschächte auf der Suche nach dem großen Glück und lenkt den Song in eine etwas andere Richtung oder liefert einfach ein von Spielfreude erfülltes Intermezzo. Dabei erfüllen die Jungs ihren Thrash immer wieder mit groovig-drückenden Parts, wenn sie nicht gerade mit Gewalt um die Ecke brausen, innehalten gibts aber nicht, dafür umso mehr Energie, Kraft und Spaß am Riffing. Hier und da werden noch ein paar Death oder leichte Hardcore-Einflüsse eingebaut und damit ist das Instrumentelle abgehakt. Gesanglich zeigt sich die Band ähnlich direkt, denn hier beherrscht aggressives, kantiges Keifen, dass immer mal wieder durch mehrstimmige Shouts aufgelockert, aber nicht verwässert wird. Zusätzlich zu den 9 regulären Songs haben es sich die 3 allerdings nicht nehmen lassen noch 2 Bonussongs und ein Manic Depression-Cover rauszuhauen mit dem sie die Albumlänge über die 30-Minuten-Marke pushen. Kurz und knackig heißt da wohl die Devise und das ist auch nix schlechtes, wenn dafür Qualität kommt.

Mit ihrem mittlerweile dritten Album zeigen die Jungs von Стахановцы wie man knackigen direkten Thrash Metal raushauen muss, damit er Spaß macht. Dazu hat die Band durch ihre Minenarbeiter-Thematik und Optik ein Alleinstellungsmerkmal das so keiner in der Szene hat, ähnlich wie die Progressive Deather von Resurrecturis und ihrem Konzeptalbum über den Alltag eines Büroangestellten. „Ништяк“ macht ordentlich Spaß und bringt massig Bewegung in die Glieder. Lasst die Nacken kreisen, Genossen 😉

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