Karmanjaka – I Törnrosdalen

Karmanjaka - I Törnrösdalen

Heute gibt es mal wieder etwas Kurzes. Gerade einmal 10 Minuten Musik fasst das erste Lebenszeichen der Schweden Karmanjaka, das auf den Namen „I Törnrosdalen“ hört und 2 Songs + Intro umfasst. Erschienen ist das Werk noch im Jahr der Bandgründung 2016 und ein Jahr später schein dann das Debüt „Urgammal Eld“ über Spotify. Da ich Spotify meide, bleibt mir also nichts anderes übrig, als euch die Band mit diesem Machwerk vorzustellen.

Das selbstbetitelte Intro leitet das Album durch Trommelwirbel, ein paar sanfte Gitarrenmelodien und am Ende einem Gang Shout ein und geht fließend in den zweiten, titelgebenden Song über, der sehr ruhigen und rhythmisch-groovenden Black Metal zelebriert. Immer wieder werden zu den tragenden Grooves ein kurzes Aufbrausen mit schnellerem Drumming und leicht an Pagan erinnernde, melodische Riffs gepaart. Die Vocals kommen als grimmige, tiefe, abgehackte Grunzer daher und sorgen für eine aggressive Optik, während sich der Rest eher in progressive Rock-Sphären ansiedeln lässt, was das Gesamtbild angeht…nur eben mit Black Metal-Aufmachung. Beim abschließenden „Katla“ geht es dagegen schon klassischer zu Werke. Donnernde Drumms treffen auf melodische Riffgewalt und typisch schwedischen Black Metal mit Melo-Death-Einflüssen, der immer wieder durch groovende, Stakkato-Riffs und Bass-Drum-Vergewaltigungen mit rhythmischen Anleihen ersetzt wird und ebenfalls recht progressiv ausfällt. An den Vocals wird wenig geschraubt, deren grimmiges Keifen lässt sich auch schwerlich verbessern. Mit diesen Kombinationen schaffen es die 5 Schweden leicht, sich eine eigene Nische zu erspielen und durch geniales Songwriting auch auf kurze Distanz zu fesseln. Auch die Thematik ist ziemlich einzigartig, beschäftigt sich die Band doch unter anderem mit den Brüdern Löwenherz, einem Kinderroman von Astrid Lindgren, der sich trotz der Zielgruppe stark mit dem Thema Tod auseinandersetzt und damit doch wieder zur Musik passt.

Wer mal etwas anderen Black Metal mit etwas anderen Themen oder zumindest etwas anderen Inspirationsquellen sucht, der sollte sich mal Karmanjaka antun, die ihren Black Metal in Richtung Progressive Rock drehen und wenden und so ein ziemlich interessantes Klangkonstrukt aufbauen. „I Törnrosdalen“ ist nichts für den Trveheimer.

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