Cyber Hate – Broken Figures

Cyber hate - Broken Figures

Meine Lieblings-Kroaten melden sich endlich zurück. Nach ihrem von mir geliebten Debüt „Beyond Human“ anno 2015 und den noch unter dem Namen Cyber Hell veröffentlichten EPs, folgt nun endlich das zweite Album von Cyber Hate. „Boken Figures“ nennt es sich und führt den auf dem Debüt eingeschlagenen Weg weiter, wenn auch mit einigen großen wie kleinen Unterschieden. Alles in allem wirkt die Band deutlich gereift und liefert erneut 10 ungemein starke Songs.

Schon gleich beim ersten Song („Synchrony„) fällt ein großer Unterschied auf: Das neue Material ist deutlich weniger Keyboard-lastig, dafür brachialer, aggressiver und härter. Natürlich sind die futuristischen Synthies nicht gänzlich verschwunden, die passen sich nur besser in den Gesamtsound, sind weniger dominant und insgesamt ausgewogener. Gleichzeitig sind die Riffs um einiges ausgefeilter geworden, gleichzeitig kraftvoller, drückender und schwerer. Die logische Weiterentwicklung also? Kann man so sagen. Mal donnern die brachialen Riffs auf einen ein, werden dann durch melodischere Momente, die mal schnell vorbeirauschen, mal langsam und gediegener daherkommen und futuristische Synthies abgelöst, um dann wieder in aggressiven Groove Metal abzudriften. Immer wieder wird auch mal ganz das Tempo rausgenommen und melodischer Klargesang bricht sich melancholisch Bahn während seichtes Drumming ein Hauch von Riffs und sanfte Keyboards dies untermalen. In den harschen Parts dominieren dann logischerweise harsche Vocals, aggressive Growls und Shouts, die auf einen eindreschen. Auch schleichen sich hier und da die im Industrial üblichen, leicht verzerrten, irgendwie doch harschen Clean Vocals ein, die einen klinischen, düsteren, „technischen“ Vibe mit einfließen lassen. Hätten …and Occeans, Scar Symmetry und…sagen wir Pantera je die Absicht gehabt, Kinder zu zeugen, Cyber Hate wäre eines von ihnen. Die Jungs entwickeln sich stetig weiter und bleiben doch ihrer Linie treu, denn thematisch geht es weiterhin um Sci-Fi, Technologie und Naturwissenschaften.

Cyber Hate liefern auf ihrem zweiten Album „Broken Figures“ erneut 10 Songs ab, die allesamt fett groovenden, kraftvollen und doch melancholischen und düsteren Industrial Metal zelebrieren, der im Vergleich zum Vorgänger drückender und ausgereifter daher kommt, sowohl was Songstrukturen als auch Riffs und Spielereien angeht. Und doch ist es auch auf der melodischen und sanften Seite deutlich stärker. Hat Kroatien ein Metal-Battle? Die Jungs würden locker gewinnen.

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