Dryad – Rehearsal Tape

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Nachdem es in letzter Zeit öfter mal ins nahe und ferne Ausland ging, kommt nun mal wieder etwas aus der Heimat, denn von mir gar nicht weit entfernt gibt es ein Städtchen namens Würzburg (am Main, nicht an der Würz 😉 ) und auch da gibt es gute Musiker, habe ich mir sagen lassen. Heute wären dass Dryad, die in eine ganz ähnliche Kerbe schlagen wie ihre Kumpels (und hier bereits erwähnten) Cannahann. Doch statt kurz vor dem Release ihres zweiten Albums zu stehen wie ihre Kollegen, haben Dryad jetzt erstmal ihr erstes Lebenszeichen vom Stapel gelassen, ein einfaches, aber bereits vielversprechendes „Rehearsal Tape„.

5 Songs beinhaltet das Demo und bietet 23 Minuten dreckigen, staubigen, rohen Heavy Rock was wohl zum einen an der Tatsache liegt, dass es ein Rehearsal ist und zum anderen, weil es einfach „echt“ klingt und das ganze in eine fuzzige Stoner-Ecke treibt. Da wundert es auch nicht, wenn die Gitarren im Mix am stärksten zum Tragen kommen, was etwas schade ist, aber das wird sich auf dem ersten Album sicher aufheben. Aber bereits jetzt hat das Material ordentlich Charme, Eier, Energie und macht Spaß. Schwere, kratzige, rauschende Riffs brettern los und werden von solidem Drumming und interessantem, ziemlich präsentem Bass gestützt, immer wieder lösen sich kleinere Soli und spannende Riffs aus der schweren, fast doomig-drückenden Gitarrenwalze, die einen netten Gegenakzent setzen und die Songs nicht ganz so düster und schwer wirken lassen. Immer auf der Kippe zwischen Heavy und Stoner, zwischen (bluesigem) Rock und Ansätzen von Metal, zwischen tiefem Dröhnen und von Spielfreude getränkten Riffs kreieren die 3 Würzburger eine ziemlich ordentlich Mischung, die immer wieder kleinere Spielereien und ruhige Momente zulässt. Dazu passen auch die tiefen, kratzigen Vocals von Basser/Sänger Michael, die klassische Stoner und rohere Heavy Rock-Freunden gefallen dürfte und sich gehörig durch die Songs röhrt, aber hier und da auch mal etwas sanftere Töne anschlägt wie im Mittelteil von „Gaia„. Dabei bleibt die Stimme jedoch stets ziemlich kraftvoll und energisch. Und dass der Herr Bock auf Rock hat, hört man auch durchweg.

Dryad legen ordentlich los und stehen ihren so langsam aber sicher aufstrebenden Kumpels musikalisch in nichts nach. Das „Rehearsal Tape“ der Jungs liefert odentlich ruppigen, aber gut gespielten Heavy Stoner Rock vor, der zwar auf Genrestandards setzt, aber immer wieder überraschen kann. 5 Songs voller Spielfreude, fetten Riffs, kantiger Stimme und Dröhnen, Fuzz und Störgeräusche, so muss das. Bin sehr gespannt auf das erste Album, wenn die Jungs so weitermachen, kann das nur genial werden!

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