The Maledict – Dread

Dread-Cover

The Maledict sind eine noch recht junge australische Band, die in ihrer bislang 5-jährigen Karriere auf ein Demo, das auch locker als Album durchgehen würde, zwei Singles und ein Album zurückblicken kann. Dieses Album („Dread„) erschien zunächst 2015 in Eigenregie bevor es 2016 über ein Label neu aufgelegt wurde.

Auf „Dread“ finden sich 8 stattliche Songs, davon zwei oberhalb der 10-Minuten-Marke und 6 „Kürzere“ mit 3-8 Minuten. Dadurch schafft es das Album auf 58 Minuten Spielzeit. Wenn man sich die Songlängen und das Artwork zum Album anschaut, kann man sich bereits gut vorstellen was es gleich zu hören gibt: düsteren, schweren Death Doom Metal. Dabei lässt der Einstieg zum Opener „Tenebrae“ noch auf erhabenen, tieftraurigen Doom Metal der Marke 40 Watt Sun/Waning. Ein Hauch Gitarren begleitet von etwas Hall bietet den Hintergrund vor dem sich sehr emotionaler Klargesang Bahn bricht. Der weitere Verlauf bestätigt das, denn der Song baut sich Stück für Stück weiter in diese Richtung auf, mit wuchtigen Drums und epischen Riffs. Doch die zur Unterstützung eingesetzten donnernden Growls lassen fast schon erahnen, dass es nicht so „sanft“, wenn auch intensiv, weitergeht und übernehmen bald ganz das Zepter. Dieses Konzept wird dann auch weitergefahren, die Riffs werden immer kraftvoller und Death Metal-lastiger, der Bass wird schwerer und drückender und auch die Drums gewinnen an energischer Wucht. Am Tempo wird dagegen weniger geschraubt, auch wenn es immer wieder ganz ruhige Ausreißer gibt, die mit Drone und etwas Gitarrenzupfen auskommen. Die Songs bleiben meist am unteren Ende des Midtempos, mal schwerer und behäbiger, mal etwas energischer nach vorne schauend, aber nur seltenst („Fast Unto the End„) rasend oder ausufernd. Dadurch entsteht ein zwar kraftvolles, dunkles Brett, aber eben auch eine gewisse Schwere, Melancholie und Emotionalität. Die tiefen, dröhnenden Growls lassen das Album noch weiter an Härte und Dunkelheit dazu gewinnen, während immer mal wieder ein paar kleine Experimente und Gimmicks wie das stampfende Drum-Intro zu dem doch fast reinen Death Metal-Song „Fast Unto the End“ das Album auflockern.

Hier und da ist das Gehörte noch minimal ausbaufähig, ein paar Übergänge ruckeln noch, aber ansonsten zeigen The Maledict auf „Dread“ ein sehr starkes Album, dass zwischen Doom und Death Metal schwankt, mischt und wechselt. Kraftvoll, düster, drückend und energisch kommen die Songs daher, immer wieder durch ein paar Ausrutscher aufgelockert und frisch gehalten. Wer auf die Mischung aus Death und Doom steht, sollte hier auf jeden Fall mal ein Ohr riskieren und sich die Band merken.

Links:

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