Toter Fisch – Bottoms Up Treasure

Toter Fisch - Bottoms Up treasure

Heute gibt es mal wieder ein paar Seeräuber-Melodien der französischen Pirate Metaller Toter Fisch, die trotz bescheuertem Namen wirklich ernstzunehmende Musik produzieren. Nach ihrer Debüt-EP „Blood, Rum & Piracy“ folgte mit „Bottoms Up Treasure“ eine reine Folk-EP, bevor sie auf „Yemaya“ wieder volle Kraft voraus in See stachen. Ebenjenes Folk-Album will ich euch heute etwas schmackhaft machen 😉

Die EP bietet mit seinen 7 Songs gut 24 Minuten Musik, die sich zum einen aus traditionellen Songs und zum anderen Teil aus extra für die EP geschriebenen Songs sowie Akustik-Versionen eigener Songs besteht. Wer von Anfang an an Mr Hurley und seine Pulveraffen gedacht hat, den muss ich leider enttäuschen. Klar, beide bedienen sich der Piraten-Thematik, Mr Hurley geht allerdings mehr in die Party/Spaß-Ecke, während Toter Fisch ihrer Musik viel mehr Emotionalität, Ernsthaftigkeit und Tiefgang mit auf den Weg geben. Instrumental geht es mit Akkordeon, Bouzouki, Rasseln und Trommeln hoch her und das Album erzeugt genau die richtige Seefahrer-Stimmung und Weltenbummler-Romantik. Etwas melancholisch, tanzbar und mit viel Spielfreude kann sich das schon sehen lassen. Gesanglich schwankt es zwischen rohem Klargesang, der sich rau durch die Songs schleppt und stimmungsvollem Chor, der zum mitgröhlen einläd und hier und da einige rumseelige Momente im Studio vermuten lässt. Das gehört dazu und bringt der EP auch eine gute Portion Wärme. Jeder Song ein kleiner Ohrwurm und live sicher allesamt Lieblinge beim Publikum, sowohl akustisch als auch mit härteren Gitarren. Dazu hat jeder Song einen anderen Charakter und unterscheidet sich im gewählten Kosmos schon stark vom jeweils anderen was die EP zu einer sehr abwechslungsreichen Sache werden lässt, die mit dem bezaubernden Instrumental „See You Beyond the Horizon“ einen würdigen Abschluss findet.

Toter Fisch legen mit der EP „Bottoms Up Treasure“ kurz im Akustik-Hafen an und lassen den Abend in der Taverne mit Musik und Rum ruhig ausklingen, bevor sie wieder ihre Gitarren einstöpseln und ihren Piraten-Death Metal vom Stapel lassen. 7 Songs die nur von Seefahrer-Romantik strotzen und ernstzunehmende Musik aus der Richtung liefern, zwar immer mit Augenzwinkern und Spaß, aber ohne zur Comedy-Nummer zu werden. Sehr, sehr gut gemacht und für die, die bereits Fan sind, haben die Jungs als kleines Easter Egg das Cover der Debüt-EP im Artwork versteckt. Schöne Sache, weiter so! Ich bleibe Fan.

Links:

Bandcamp    Facebook    Metal-Archives    SoundCloud

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