Totensucht – Commando Degeneration

Front

Totensucht zum Vierten. Nach dem Debüt „Black-Demonical-Accursed“ 2016 veröffentlichte das ursprünglich deutsche und nun in UK ansässige Ein-Mann-Projekt die bereits vor Jahren geschrieben und aufgenommenen Alben „Leitbild“ und „Teufelswerk„. Im gleichen Jahr starteten auch die Arbeiten und Aufnahmen zum offiziellen Nachfolger von „Black-Demonical-Accursed„. Nun ist es soweit und die Scheibe erblickt das Licht der Welt unter dem Namen „Commando Degeneration„.

Dass sich Keltor in seiner selbst geschaffenen, ziemlich breiten Nische pudelwohl fühlt, merkt man sobald das sich langsam aufbauende Post-Black Intro an einem vorbei gewabert ist und mit „Am Morgen, wenn die Köpfe rollen“ das Album freigibt. Wie bereits auf dem Debüt setzt der Herr Mastermind auf eine furiose Mischung aus Pagan Black ala Minas Morgul, donnernd rohem Schwarzmetall, räudigem Punk ala Fäulnis und stampfenden Groove. Daraus eine stimmige Mischung zu kochen scheint nicht leicht und doch geht es dem Herrn scheinbar flüssig von der Hand weg. Die Übergänge sitzen, immer wieder liefern sich die einzelnen Einflüsse kleine Kämpfe um die Oberhand, kleinere Speed Metal und andere Verschnitte sind auch immer mal wieder anzutreffen und sorgen auf einzigartige Weise für ein stimmiges Black Metal-Werk. Mal donnert wilder Black Metal übers Land, wird unterbrochen von sehr melodischen Riffs, dann wird kurz innegehalten um Luft zu holen für den nächsten Angriff. Auch setzt Totensucht weiterhin auf teils deutschsprachige teils englische Texte, die diesmal sogar im Booklet abgedruckt vorliegen. Die Band schafft es einfach teils sehr drastische Umbrüche irgendwie noch flüssig wirken zu lassen und die sehr breit gefächerte Basis in ein kompaktes, düsteres, immer wieder positiv anmutendes Gesamtwerk zu formen, das herrlich frisch daher kommt.

Wer Totensucht von meinen anderen 3 Reviews noch nicht kennt oder sich warum auch immer gegen meine Empfehlungen zu wehren, der hat es nun schwerer denn je, denn der Herr ist deutlich gereift, wirkt fokussierter und hat in jedem Fall einen Schritt oder auch zwei nach vorne gemacht. Bei seinem bereits starken Debüt ist das schon eine Leistung! Wer „Commando Degeneration“ verpasst, lässt sich ein Jahreshighlight entgehen.

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