Elderblood – Son of the Morning

Elderblood- Son of the Morning

Der MetalViewer hat mal wieder gepennt. Während das Ukrainische Quartett Elderblood nicht nur die halbe Mannschaft wechselt sondern auch ein zweites Album raushaut, hab ich es noch nichtmal geschafft das erste wirklich zu verinnerlichen. Piepegal, her kommt nun das Debütalbum „Son of the Morning“ von Elderblood. Wurde ja nicht schlechter nur weils bereits 2013 rauskam.

Wie sich das gehört startet das Album mit nem Intro, hier den „Gates to Oblivion„, etwas Dark Ambient mit etwas Symphonic-Schluckauf hier und da. Nix besonderes, geht aber fließend in den ersten Song über und ab da wird es dafür umso interessanter. Die Jungs aus Kharkiv lassen es nämlich ordentlich krachen und feuern rasanten, aber sehr melodischen Black Metal vom Band, der durch seinen stark symphonischen Keyboard-Einsatz auch extrem episch daher kommt. Finster-frostige Riffs sägen sich im Hintergrund gegenseitig zugrunde, unterstützt von interessanten Basslinien, die sich immer mal wieder bemerkbar machen und aufhorchen lassen, druckvolle Drums ballern auf derselben Ebene drauf los und treiben die Songs mal schleppend mal donnernd und rasant voran. Dazu gesellen sich sehr dominante Vocals, die sich sich zwar aggressiv Keifend durch die Songs hassen, aber auch immer einen Hauch Melodie beinhalten und gut zum Rest passen. Gleichgestellt mit dem Rest der Instrumente zeigen sich die durchgängig eingesetzten Keyboads, die dem Album eine sehr erhabene, klassisch angehauchte Aura auferlegen, die sich symbiotisch in die Songs eingliedert. Mal treiben die Songs so in ein sehr grooviges Arrangement oder werden schwerer und drückender bevor sie sich wieder rasanter durchs Set knüppeln. Immer wieder wird organisch mit Tempo und Aggressionsgrad gespielt, kurz innegehalten oder den Keyboards mehr Spielraum eingeräumt, in dem der Rest sich etwas ruhiger verhält. Das hält die Songs spannend und abwechslungsreich, zumal die Keys nicht übertrieben dominant daher kommen. Sie können sich auch für fetzige Gitarrensoli und ähnliches in den Hintergrund verdrücken. Alles geht fließend ineinander über, hat hier und da ein paar fast progressive Spielereien, die aber schnell zugunsten von Bombast songdienlich wegrationalisiert werden. Da werden die 65 Minuten Spielzeit mit allerlei großartigen Songs und drückendem Bombast gefüllt, der zugleich erhaben und düster ausfällt. Da lässt sich dann auch noch über das ebenfalls wenig beitragende Outro „Dreamless“ gekonnt hinwegsehen.

Wer Symphonischen Black Metal mag, der mit Death Metal-Einflüssen noch etwas an Druck zulegt, der sollte Elderblood unbedingt anchecken. Klingt zwar nur bedingt nach Dimmu Borgir, ist aber doch ein fetter, bombastischer Brocken, der von Anfang bis Ende überzeugen kann und Symphonisches und fordernden, aggressiven Black Metal in Symbiose bringt. Richtig Phett.

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