Suicidal Forest – Forest

Suicidal Forest - Forest

Heute machen wir uns mal wieder in Südamerika breit. Der werte Herr Cristofher Catalan macht mit seinem Projekt Suicidal Forest seit nunmehr gut 2-3 Jahren die chilenischen Urwälder unsicher. Sein erstes Demo („Forest„) erhielt nun kürzlich ein Re-Release, dass man sich als Freund von direktem, melodischen und leicht depressiv angehauchtem Black Metal mal zu Gemüte führen sollte.

Wer beim Bandnamen Suicidal Forest an stupiden DSBM denkt, der wird doch herbe enttäuscht, denn musikalisch geht es hierbei ziemlich klassisch schwarz zu werke. Die Drums lassen, ziemlich weit im Hintergrund gelegen, donnernde Blasts vom Stapel und heizen durch die 4 Songs, die auf das kurze Regen-/Gewittersample-Intro folgen. Immer wieder wird auch ein langsam stampfender Rhythmus eingestreut, meist, wenn die Riffs besonders melodisch und ruhig werden. Ansonsten zeigt sich das Drumming ziemlich direkt, aber doch recht abwechslungsreich. Das Riffing liegt meist auf einer ähnlichen Ebene, mal weiter hinten, mal weiter im Zentrum. Während in den stürmischen Blast-Parts typische Black Metal Riffs der frühen 90er Einzug halten. Sobald allerdings von der Höchstgeschwindigkeit etwas (wenn auch nur etwas) oder etwas mehr zurückgefahren wird, wird auch das Gitarrenspiel deutlich melodischer und verknüpft den frostig nordischen Ansatz mit einer ordentlichen Portion Melancholie und Emotion. Dabei bleibt der Sound immer ziemlich roh, mit viel kratzen und sägen durch welche die harschen Parts noch aggressiver wirken, die melodischen Parts jedoch nicht nachteilig beeinflusst werden. Es besitzt einfach seinen rohen, urtümlichen Charme. Den besitzen auch die Vocals, die sich krächzend und heiser Keifend durch die Songs röcheln. Hat zwischendurch immer mal etwas von DSBM was durch den leichten Hall noch etwas verstärkt wird, ufert jedoch nicht in weinerlichen Schreien aus, sondern behält seine Kraft und Aggression. Immer wieder werden auch donnernde, unerwartet wuchtige Growls eingestreut oder der Herr versucht sich gekonnt an rhythmischem Flüstern. Insgesamt sind die gut 21 Minuten also voll gefüllt mit Abwechslung und guten bis sehr guten Songs.

Klassischer Black Metal aus Chile, der mit Melancholie und interessanten Melodien aufwarten kann. Suicidal Forest zeigten bereits auf dem ersten Demo, dass von diesem Herren noch viel zu erwarten ist. Mich hat das Gehörte jedenfalls restlos überzeugt. Wenn auch sowohl der Bandname als auch der Demotitel („Forest„) nicht gerade von Inspiration überlaufen, so passt doch wenigstens die Musik und darauf kommt es ja an.

Links:

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