Draugnim – Northwind’s Ire

Draugnim - Nothwind's IRe

Draugnim heizen bereits seit 1999 durch die finnische Szene und gönnten sich dabei zwischen 2004 und 2007 eine kurze Pause aus der sie offenbar deutlich gestärkt herauskamen, denn mir „Northwind’s Ire“ gelang es ihnen bereits 2008 das Meisterwerk zu vervollständigen, das mit der Demo „Sworn to Waves“ begann.

Was Draugnim auf ihrem Debüt-Album abgeliefert haben lässt mir noch heute wohlige Schauer der Verzückung über den Rücken laufen und das bereits nach dem die Wellen des Intros ihr Wogen beendet ist und der heidnische Sturm der Truppe losbricht. Gemäßigtes Mid-Tempo-Drumming wummert im Hintergrund druckvoll daher, schwarze Riffs sägen sich durch finnische Wälder und erzeugen eine Art Soundteppich aus dem sich die Keyboards lösen und für eine epische, erhabene und naturmystische Atmosphäre sorgen. Blackened Pagan Metal schimpft sich dieses Monster, das seine nordisch-schwarze Aggressivität gekonnt mit majestätischen und heidnischen Melodien kreuzt und so zu einem wirklich starken Album wird. Die Band liegt auf ihrem Weg irgendwo zwischen Primoridal (um 2005) und ihren Landsmännern von Moonsorrow (nur ohne Folk-Momente). Atmosphärisch ist das was Draugnim hier abliefert ordentlich. Die tiefen, sägenden Gitarren sorgen für dunkle Schwere, der Bass wirkt da noch unterstützend, während die Lead-Gitarre und das Keyboard dem etwas entgegenwirken und meist eher hellere Melodien und Töne beisteuern. Dazu passen auch die eher düsteren Texte der Jungs, die sich vornehmlich mit Hexerei, der Sterblichkeit und Pest, sowie der Natur als solche befassen. Keine Kost für den feucht-fröhlichen Met-Abend, aber das ist auch gut so, stattdessen gibt es schweren angeschwärzen Pagan Metal, der auch gesanglich nicht minder bedrohlich daher kommt. So sorgt Sänger Chimedra mit seinem Organ für harsche, fast frostige Schreie und bissiges Keifen, dass durch einen leichten Hall geradezu mit den Instrumenten zu verschmelzen scheint und das Album so noch weiter verdichtet. Die Keys sorgen dazu immer wieder für kleinere chorisch anmutende Momente, die den spirituellen Charakter noch etwas zur Geltung bringen, dazu noch ein paar düstere Intros zu den Songs, die glücklicherweise nicht bis zum erbrechen ausufern, sondern kurz und bündig sind und fertig sind gut 45 Minuten dichter schwarzer Heidenmagie aus dem hohen Norden.

Was Draugnim damals auf ihr Debüt pressten ist schon echt beachtlich. Wer auf die Atmosphären von Primordial oder alten Moonsorrow steht oder generell eher die düstere Seite des Pagan Metals schätzt, der wird bei „Nothwind’s Ire“ voll auf seine Kosten kommen, denn die Finnen liefern ein durch und durch intensives, sehr dichtes, düsteres und doch verträumtes Machwerk ab, das zumindest mich vollends begeistert hat.


(Demo version)

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