Last Frontier – Theta Healing (Through the Poison)

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Heute geht es zur Abwechslung mal wieder nach Italien, genauer nach Neapel wo die Heavy Metal-Band Last Frontier ihr Hauptquartier aufgeschlagen hat. Bereits seit 2005 machen sie die dortige Szene mit ihren Songs unsicher und blicken auf eine ansehnliche Diskografie mit 3 Demos und 2 Alben zurück. Das Aktuellste aus dieser Reihe hört auf den interessante Namen „Theta Healing (Through the Poison)“ und stellt nicht nur optisch eine ordentliche Steigerung zum Vorgänger dar, auch musikalisch hat sich die Band etwas gewandelt.

Was zunächst auffällt: die Songs sind im Schnitt deutlich kürzer als auf dem Debüt, was wohl vor allem daran liegt, dass man etwas weniger auf der Atmosphäre herumreitet als auf dem Vorgänger. Ein bisschen Atmosphäre kommt jedoch immernoch auf, wenn die hellen Keyboards auf die dicht drückenden Riffs treffen. Ansonsten geht der 5er aber stärker in die NWOBHM- und Prog Metal-Richtung und vereinen bisweilen komplexe Arrangements und Rhythmen mit viel Epik, deftigen Melodien und Vocals, die immer wieder an Tobi Sammett von Edguy/Avantasia erinnern. Auch die Produktion ist besser als es bei „Apocalypse Machine“ der Fall war und so dringen die Riffs noch klarer, fetter und die Drums deutlich druckvoller an die Lauscher, während auch der Gesang durch das Upgrade an Emotion und Klarheit dazugewonnen hat. So wird das Album zu einem kraftvollen Gesamtpaket, bei dem nur die sehr deutlich getriggerten Drums etwas das Bild vermiesen. Ansonsten läuft sowohl beim drückenden Riffing, furiosen Soli, als auch dem druckvollen Gesang, dem kräftigen Bass und den recht elektronisch-verspielten Keyboards alles rund. Positiv zu erwähnen ist wohl außerdem, dass sich das Keyboard nicht in den Vordergrund drängt, sondern im Hintergrund meist den Gitarren folgt und den Songs einen leicht orchestralen Touch mit auf den Weg gibt und sich dabei schön in die Songs verwebt. Die progressiven und groovenden Momente stehen den Songs ebenfalls gut zu Gesicht und gehen auch nicht auf Kosten der Eingängigkeit sondern sorgen für frischen Wind und etwas Abwechslung, ohne die Songs allzu weit vom klassischen Metal-Sound abzubringen. Wie gesagt, es ist einfach ein stimmiges Gesamtpaket, das die 5 Italiener hier abliefern.

Auf „Theta Healing (Through the Poison)“ hört man eine Band, die sich in den vier Jahren, die zwischen ihren beiden Alben lagen, deutlich gereift. Aus dem atmosphärischen, aber schlecht produzierten und nicht gerade berauschenden Heavy Metal des Debüts ist treibender, sehr melodischer NWOBHM geworden, der mit einigen Kniffen in den Arrangements abwechslungsreich gehalten wird und mit viel Spielfreude und großartigen Vocals aufwarten kann. Metal-Fans aufgepasst, denn es sind wieder 4 Jahre vergangen, seit dieses Album herauskam. Nach meiner Rechnung müsste also bald was neues von den Herren zu erwarten sein. Spätestens da solltet ihr zuschlagen. Bis dahin dürft ihr aber gerne das zweite Last Frontier-Album feiern!

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