Aghast Afterglow – Imaging

Aghast Afterglow - imaging

Das heutige Album wieder etwas „älter“, immerhin erblickte „Imaging“ bereits 2015 das Licht der Welt. Es stellt das Debüt und bisher einzige Album des italienischen Trios Aghast Afterglow dar, das seit 2010 gemeinsame Sache machen.

Musikalisch bescheren uns die beiden Herren und ihre Sängerin 40 Minuten bezaubernden und abwechslungsreichen Symphonic Metal, der mit allerlei Schmankerln ausgekleidet und erweitert wird. Natürlich erinnert die Band an Nightwish, Epica und Evanescence, aber bleiben dort bei Weitem nicht stehen. Während das Grundgerüst auf Symphonic Metal und Rock aufbaut, immer mal wieder etwas „Imaginaerium“ raushängen lässt oder epische Orchestration regieren lässt, hält sich die Band doch jede Möglichkeit offen. Mal baut sich eine Art Metal-Oper in der Machart von Avantasia auf, geht mit viel Melodramatik und Nightwish-Erzählweise zu Werke, mal werden elektronische Spielereien eingebaut, die sich dann wiederum in fetzige Power-Balladen verwandeln. Mal gibt es ein paar progressive Ansätze, dann wird wieder auf viel Ohrwurm-Charakter gesetzt, Gothic trifft auf Iron Maiden und groovender Hard Rock auf zarte Melodien. Was die 3 Musiker hier zelebrieren deckt so ziemlich alles ab, was man mit Symphonic Metal/Rock anstellen kann ohne überladen zu wirken. Die Riffs machen ordentlich Spaß, grooven sich mal keck durch die Songs, bauen hier und da komplexe Strukturen auf oder rocken einfach locker drauf los während die Drums einen organischen Untergrund liefern auf denen die Songs aufbauen können. Nichts spektakuläres, keine furiosen Soli, einfach solide, aber abwechslungsreiche und Spaß machende Rhythmen. Keyboards dürfen auch nicht fehlen und so bauen sie mal zarte Piano-Spielerein auf, erheben sich zu gewaltigen Power Metal-Orchestern oder lassen auch mal ihre elektronische Seite hervorschauen. Obendrauf gibt es richtig guten weiblichen Klargesang, der so ziemlich alle Tonlagen hier und da mal tangiert, mal zart und zerbrechlich, mal kraftvoll und dann wieder emotional und ehrlich. Unterstützt wird Madame Lisa Lee nur ganz selten durch einen männlichen Gegenpart, der noch etwas mehr Farbe in das bunte Treiben der Truppe bringt, aber über das Groß des Albums gar nicht vermisst wird. Nicht, dass es schlecht wäre, aber Lisa liefert einfach eine durchweg sehr gute Performance ab! Sollte Floor Jansen mal keinen Bock mehr auf Nightwish haben, hier ist ihre Nachfolge und ihre Mitmusiker darf sie gleich mitnehmen!

Aghast Afterglow liefern mit ihrem Debüt „Imaging“ für mich endlich mal wieder etwas frischen Wind im weiblich angeführten Symphonic Metal/Rock, schwanken zwischen düsterem Gothic, poppigem Elektro und packendem Orchestral oder der so genannten Metal-Oper und bringen dutzende Einflüsse unter einen Hut. Und das auch noch richtig gut!

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