Inner Odyssey – Ascension

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Heute begeben wir uns einmal in die ewigen Weiten Kanadas, genauer gesagt nach Beauport, Quebec. Dort treffen wir auf die Band Inner Odyssey, die sich bereits seit 2007 dem progressiven Klangspektrum zwischen Rock und Metal annimmt und dabei Inspirationen aus allem einfließen lässt was im Prog Klang und Namen hat. Dabei entstehen Alben, die unglaublich bezaubernd, fesselnd und einzigartig sind. Das zweite und jüngste Album, der Band erschien 2015 und hört auf den treffenden Titel „Ascension„, denn genau so fühlt man sich während der Reise durch das Album.

11 Stücke mit einer Gesamtspielzeit von 68 Minuten erwarten die hungrig wartende Reisegruppe Prog. Bereits beim ersten Stück merkt man wohin die Reise geht: in die musikalischen Unweiten zwischen Steven Wilsons Solo-Alben und harten E-Gitarren. Das Ganze wird durch unzählige Einflüsse aus dem Jazz, Stadion Rock, Synthie Pop, Art Rock und vielen vielen weiteren zu einem extrem vielseitigen Ritt. Das Klangbild ändert sich minütlich, fließt geradezu zwischen den Genres hin und her und wirkt dabei immer absolut organisch und nachvollziehbar. Mal dominieren ruhige Akustikgitarren mit seichter Keyboard-Unterstützung und warmem Klargesang, dann setzen E-Gitarren ein und lassen den Song in Progressive Metal umschwenken, der dann mit kraftvolleren Vocals daher kommt, groovende Bass- und Drumspuren sich in bluesig jazzige Gefilde driften lässt und mal auf spacige, mal leicht an 80’s Pop erinnernde Keys setzt. Dann wieder setzt klassischer Prog Rock ein, der sich mit ganzer Macht über einen entfaltet und irgendwann im Piano- und Keyboard-Stück „Introspection“ gipfelt. Dabei bleibt das Album bis auf wenige leicht düstere Parts erfrischend freundlich und lebensbejahend. Eine geballte Ladung Spielfreude auf musikalisch sehr hohem Niveau. Jedes Instrument hat seinen Platz, den es immer voll und ganz ausfüllt, gerade die Riffs überraschen immer wieder durch furiose wechsel zwischen stampfenden Rhythmen, schnellen Riffsalven und progressiv-verworrenem Notensalat. Egal ob Heavy, Rock oder Akustik, hier sitzt alles. Einfach bezaubernd, ruhig, fesselnd und immer wieder in kraftvollen Riffs ausufernd, bleibt das Album doch immer auf dem Boden und verfrachtet den Hörer doch immer wieder in ungeahnte Höhen des Genusses.

Wer in irgendeiner Art und Weise mit progressiver Musik etwas anfangen kann, dem bei Steven Wilson eigentlich nur ein paar härtere Gitarren fehlen und sich keine Scheuklappen aufsetzt, der sollte sich unbedingt Inner Odysseys aktuelles Album anhören. „Ascension“ ist eine herrliche, lebensbejahende Reise durch anspruchsvolle, aber auch „Normalos“ ansprechende Klangwelten zwischen Metal, Rock, Akustik, Jazz und Blues und und und. Hinsetzen, Musik an und genießen.

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